~~NOTOC~~ ===== STEINWALL ===== {{ :kutter:steinwall1.png?300 |STEINWALL}} ^ Allgemeines ^^ | **Name** | STEINWALL | | **Fischereikennzeichen** | ECKE 16\\ 1945: LUH 104\\ 1948: BX 411 | | **Weitere Namen** | WESER RIVER\\ ADLER | | **Unterscheidungssignal** | DVZL\\ ab 1949: DERI | | **Eigner** | Christian Gottfried Wilhelm Mahrt\\ ab 1947: Fischdampfer-Treuhand GmbH, Bremerhaven\\ ab 1955: Emil Luckau\\ ab 1955: René Jean Kettels | | **Typ** | Fischkutter | | **Baujahr** | 1939 | | **Bauwerft** | Siegfried-Werft, Eckernförde | | **Status** | ab 1971 an Land gesetzt, bis 1985 ausgeschlachtet | ^ Technische Daten ^^ | **Länge** | 12,82 m | | **Breite** | 4,50 m | | **Tiefgang** | 1,91 m | | **Vermessung** | 23,37 BRT / 7,51 NRT | | **Maschine** | DW Kiel, 50 PS\\ ab 1951 Modag, 120 PS | | **Geschwindigkeit** | 7 kn | | **Besatzung** | 3 Mann | ===== ECKE 16 STEINWALL ===== ==== Bau ==== Die **STEINWALL** wurde 1939 auf der **Siegfried-Werft** in Eckernförde gebaut. Eigner war **Christian Gottfried Wilhelm Mahrt**. Der Kutter war mit **23,37 BRT** und **7,51 NRT** vermessen. Die Länge betrug **12,82 Meter**, die Breite **4,50 Meter** und der Tiefgang **1,91 Meter**. Als Antrieb diente zunächst ein **50-PS-Motor von DW Kiel**. [{{:kutter:steinwall.png?direct&340|Hafenbild von 1939: Vor **ECKE 11 KRONSORT** liegt **ECKE 16 STEINWALL**, rechts daneben **ECKE 15 SCHWALBE**. Die Aufnahme zeigt drei fast zeitgleich entstandene Eckernförder Siegfried-Werft-Kutter im Hafen. Bild: alte Postkarte.}}] [{{:kutter:steinwall1.png?direct&340|**ECKE 16 STEINWALL** und **ECKE 11 KRONSORT** im Jahr 1939. Die Reihenfolge der Kutter entspricht der Aufnahme auf dem vorherigen Bild. Bild: alte Ansichtskarte „Ostseebad Eckernförde – Partie am Hafen mit Fischerbooten“.}}] ==== Kriegseinsatz ==== Bereits am **24. August 1939** wurde die **STEINWALL** von der Kriegsmarine als **H 127** bei der Hafenschutzflottille Kiel eingesetzt. 1940 wurde der Kutter im Rahmen des Unternehmens **„Seelöwe“** als Arbeitsboot herangezogen. Am **17. August 1940** kam er als **Arbeitsboot 1** beim **Netzsperrverband I Kiel** in Dienst. Ab **1. Januar 1941** gehörte die **STEINWALL** zur **Netzsperrgruppe Mitte**. 1944 war sie mit der Gruppe Mitte im Bereich der Minensperren im Finnischen Meerbusen eingesetzt. Am **24. März 1944** sank die **STEINWALL** um 12:45 Uhr in **Reval** nach einer Kollision mit dem Motorschiff **KARIN K. BORNHOFEN**. Am folgenden Tag, dem **25. März 1944**, wurde der Kutter gehoben. Vom **28. März bis 29. Juli 1944** erfolgte die Reparatur in Reval. Vom **1. bis 15. Januar 1945** war das Schiff bei der **Netzsperrgruppe Dänemark** eingesetzt. ==== Nachkriegszeit und alliierte Verwaltung ==== Nach Kriegsende blieb die **STEINWALL** zunächst im Bestand der alliierten Verwaltung. Am **21. Juli 1945** erscheint sie bei der **GM/SA** im Netzsperrverband Dänemark als **Arbeitsboot A 1** der **3. Minenräum-Division**. Bis zum **6. November 1945** führte das Schiff die Kennung **LUH 104**. Diese Kennung verweist auf Lübeck/Hafen unter britischer Militärregierung. Am **6. Dezember 1945** wurde die **STEINWALL** als US-Beute geführt. In den Unterlagen erscheint sie dabei als **Arbeitsboot A 1**; die Bezeichnung als **KFK 1** ist falsch. Am **22. März 1946** wurde der Kutter in Charter an **Christian Gottfried Wilhelm Mahrt** zurückgegeben. ==== WESER RIVER und Rückkehr in die Fischerei ==== Am **10. August 1946** erhielt das Schiff den Namen **WESER RIVER**. Am **18. Juni 1947** wurde die ehemalige **STEINWALL** wieder als **ECKE 16** geführt. Eigentümer war nun die **Fischdampfer-Treuhand GmbH** in Bremerhaven; Charterer waren **Gerhard und Christian Mahrt** in Eckernförde. Am **13. März 1948** wurde der Kutter als **BX 411** an **Fritz Mannerow** in Bremerhaven verchartert. Ab **16. August 1949** war wieder **Gerhard Mahrt** aus Eckernförde Charterer. Das Unterscheidungssignal lautete ab 1949 **DERI**. 1951 erhielt der Kutter einen **120-PS-Modag-Motor**. 1953 wurde das Schiff aufgelegt. Im Oktober 1953 erfolgte der Ankauf durch die Bundesrepublik Deutschland. ==== ADLER und Ende ==== Am **10. Januar 1955** wurde der Kutter an **Emil Luckau** in Bremerhaven verkauft und in **ADLER** umbenannt. Bereits am **7. April 1955** wurde das Schiff notariell an **René Jean Kettels** aus Belgien verschenkt. In diesem Zusammenhang wurde der Eintrag im Seeschiffsregister gelöscht. Im August **1971** wurde der Rumpf an der **Lune-Schleuse** in Bremerhaven an Land gesetzt. Bis **1985** wurde das Schiff ausgeschlachtet. René Jean Kettels kümmerte sich offenbar nie wieder um sein „Geschenk“.