~~NOTOC~~ ===== SEELUST ===== {{ :kutter:platzhalter.jpg?300 |SEELUST}} ^ Allgemeines ^^ | **Name** | SEELUST | | **Fischereikennzeichen** | PIL 1\\ nach 1945: HEI ?\\ ab 1958: ECKE 26 | | **Unterscheidungssignal** | 1928: HDMB nicht erteilt\\ 1934: unbekannt | | **Eigner** | 1928: E. Pahlke\\ 1939: A. Blank\\ ab 1958: Kurt Potratz | | **Typ** | Motorkutter | | **Baujahr** | 1914 | | **Bauwerft** | unbekannt | | **Bauweise** | geklinkert | | **Herkunft** | Pillau\\ nach 1945 Möltenort / Heikendorf\\ 1958 nach Eckernförde | | **Status** | 1964 in Eckernförde abgewrackt | ^ Technische Daten ^^ | **Länge** | 9,80 m\\ nach älteren Angaben: 10,00 m | | **Breite** | 3,20 m | | **Tiefgang** | 1,70 m | | **Vermessung** | 4,09 BRT / 1,4 NRT\\ später möglicherweise 19,2 cbm | | **Maschine** | Wicking & Massen, 16 PS\\ 1935: Alpha, 20 PS\\ 1938: Deutz, 35 PS\\ später Deutz, 36 PS | ===== ECKE 26 SEELUST ===== ==== Herkunft ==== Die **SEELUST** kam ursprünglich aus **Pillau** und führte dort das Fischereikennzeichen **PIL 1**. Nach den vorliegenden Angaben wurde sie 1914 gebaut; die Bauwerft ist bislang nicht bekannt. Der Kutter ist nicht mit der ebenfalls **SEELUST** genannten Einheit **LEBA 6 / NEU 23** zu verwechseln. Für 1928 ist **E. Pahlke** aus Pillau als Eigner verzeichnet. Ein Unterscheidungssignal **HDMB** war 1928 vorgesehen, wurde der **SEELUST** jedoch nicht erteilt. 1932 ging dieses Signal an die **MÖWE**, **PIL 28**, Baujahr 1897 bei Modersitzki in Tolkemit. 1939 wird **A. Blank** aus Pillau als Eigner der **SEELUST** genannt. ==== Technische Angaben ==== Die älteren Angaben nennen eine Vermessung von **4,09 BRT** und **1,4 NRT** sowie Maße von **10,00 × 3,20 × 1,70 Metern**. Später erscheint für Eckernförde eine Länge von **9,80 Metern** und eine Vermessung von möglicherweise **19,2 cbm**. Als Antrieb ist zunächst ein **16-PS-Motor von Wicking & Massen** verzeichnet. 1935 erhielt der Kutter einen **20-PS-Alpha-Motor**, 1938 einen **35-PS-Deutz-Motor**. In der Eckernförder Zeit wird ein **36-PS-Deutz-Motor** genannt. Nach Mitteilung von Bernd Gradlowski soll der Kutter baugleich mit **ECKE 71**, ex **PIL 32**, gewesen sein. Beide Fahrzeuge waren geklinkert gebaut. ==== Kriegseinsatz ==== Am **21. August 1940** wurde die **SEELUST** im Rahmen des Kriegsmarine-Unternehmens **„Seelöwe“** herangezogen. Am **7. September 1940** erfolgte die Rückgabe. Am **7. Februar 1944** wurde das Schiff als **D 18 P** bei den Nebelträgern in Pillau geführt. 1945 erscheint es als **D 53 G** bei den Nebelträgern in Gotenhafen. ==== Möltenort und Heikendorf ==== Nach Kriegsende wurde die **SEELUST** nach **Möltenort** überführt und erhielt dort ein bislang nicht sicher ermitteltes Heikendorfer Fischereikennzeichen **HEI ?**. Nach Angaben von Bernd Gradlowski berichtete **Kurt Potratz**, dass der Name **SEELUST** erhalten blieb und der Kutter später aus **Heikendorf** angekauft wurde. Das genaue Heikendorfer Kennzeichen war dem Sohn von Kurt Potratz nicht mehr bekannt. Für die weitere Recherche bleiben damit zwei Punkte offen: das genaue Fischereikennzeichen **HEI ?** und die Bauwerft des Kutters. ==== Eckernförder Zeit ==== 1958 kam die **SEELUST** nach Eckernförde. Eigner wurde **Kurt Potratz**. Das Schiff erhielt das Fischereikennzeichen **ECKE 26**. Im Deutschen Fischerei-Almanach ist der Kutter von **1958 bis 1963** ohne Namen verzeichnet. Als Bautyp wird **Klinker** angegeben. Nach einer Information von **Bernd Gradlowski** vom **1. November 2016** war **ECKE 26 SEELUST** die frühere **PIL 1 SEELUST**. Der Sohn von Kurt Potratz bestätigte, dass der Kutter **SEELUST** hieß und ursprünglich aus Pillau stammte. 1964 wurde die **SEELUST** in Eckernförde abgewrackt. Siehe auch: **[[kutter:ecke_71|ECKE 71]]**.