~~NOTOC~~ ===== MELLE ===== {{ :kutter:melle.png?300 |MELLE}} ^ Allgemeines ^^ | **Name** | MELLE\\ später möglicherweise LUMME | | **Fischereikennzeichen** | ECKE 90 | | **Eigner** | Wilhelm Dibbert\\ ab 1952: Heinrich Sticklus\\ 1960: A. Pieplow\\ später u. a. Georg Großpietsch | | **Typ** | kleines Fischereifahrzeug | | **Baujahr** | 1950\\ nach anderer Angabe ca. 1955, vermutlich zu spät | | **Bauwerft** | Siegfried-Werft, Eckernförde | | **Bauweise** | Klinker-Bauweise mit Bünn | | **Heckform** | Spitzgatt | | **Status** | ca. 1990/91 abgebrochen | ^ Technische Daten ^^ | **Länge** | 1951: 6,00 m\\ 1952–1960: 7,60 m\\ später: ca. 7,50 m | | **Breite** | später: ca. 2,20 m | | **Tiefgang** | später: ca. 1,20 m | | **Maschine** | 1951: Rehbehn, 10 PS\\ 1952: DWK, 10 PS\\ ab 1956: MWM, 15 PS\\ zuletzt: Mercedes, 50 PS | ===== ECKE 90 MELLE ===== ==== Bau und frühe Einträge ==== Die **MELLE** wurde nach den vorliegenden Angaben **1950** auf der **Siegfried-Werft** in Eckernförde gebaut. Das Boot war in **Klinker-Bauweise** mit **Bünn** ausgeführt und als **Spitzgatt** gebaut. Die Länge wird zunächst mit **6,00 m** angegeben. Als Antrieb diente ein **10-PS-Rehbehn-Motor**. Im Deutschen Seefischerei-Almanach von **1951** ist **ECKE 90** noch namenlos unter **Wilhelm Dibbert** verzeichnet. Die Länge beträgt dort **6,00 m**, der Motor ist ein **10-PS-Rehbehn**. Im Deutschen Fischerei-Almanach von **1951** erscheint der Schiffsname **MELLE**, ebenfalls unter **Wilhelm Dibbert**. ==== Heinrich Sticklus und spätere Nutzung ==== Von **1952 bis 1960** wird **Heinrich Sticklus** als Eigner geführt. Für diese Zeit werden **7,60 m** Länge und zunächst ein **10-PS-DWK-Motor** genannt. Ab **1956** erscheint ein **15-PS-MWM-Motor**. 1960 wird **A. Pieplow** als Eigner genannt. Ab 1960 ist das Fahrzeug unter dem Fischereikennzeichen **ECKE 90** nicht mehr verzeichnet. [{{:kutter:melle.png?direct&340|**ECKE 90** aufgeslipt bei der Siegfried-Werft.}}] ==== Hinweise zur Identität und zum Namen LUMME ==== Dirk Spiering merkte zur Zuordnung an, dass diese hohe Fischereinummer nicht sehr oft, möglicherweise nur einmal, und nach 1960 überhaupt nicht mehr vergeben wurde. Daher könne man davon ausgehen, dass es sich um das gesuchte Fahrzeug handelt. Auch die Bootsgröße passe. Bei einem Fahrzeug dieser Größe bleibe die Identifizierung dennoch schwierig. Der von **Bernd Gradlowski** genannte Name **LUMME** kann erst später vergeben worden sein. Der genaue Zeitpunkt ist bislang nicht geklärt; möglicherweise liegt er um **1980**. Nach Gradlowski wurde der Kutter mehrfach umgebaut und hatte mehrere Vorbesitzer. Sein Onkel **Georg Großpietsch** besaß den Kutter als **LUMME** von **1980 bis 1989**. Die Angabe **Baujahr ca. 1955**, Siegfried-Werft Eckernförde, ist vermutlich zu spät. Wenn die Zuordnung zu **ECKE 90 MELLE** stimmt, muss der Bau eher um **1950** oder möglicherweise zwischen **1945 und 1949** liegen. Spätere Abmessungen werden mit **7,50 × 2,20 × 1,20 m** angegeben. Zuletzt war ein **50-PS-Mercedes-Motor** eingebaut. Die **ECKE-90-Nummer** existierte nach den vorliegenden Angaben nur bis **1980**. Der Abbruch erfolgte etwa **1990/91**.