~~NOTOC~~ ===== SCHOLLE ===== {{ :kutter:scholle.png?300 |SCHOLLE}} ^ Allgemeines ^^ | **Name** | BURGTOR\\ MARGRIT\\ ab 1971: GROSSENBRODER SCHOLLE\\ ab 1973: NEUSTÄDTER SCHOLLE\\ ab 1979: SCHOLLE\\ ab 1995: ALBATROSS | | **Fischereikennzeichen** | HF 295\\ HF176 | | **Eigner** | bis 1971: unbekannt\\ ab 1971: Peter Deilmann, Neustadt i. H.\\ ab 1979: Walter Boldt, Heiligenhafen\\ ab 1984: Walter Puhlmann, Eckernförde | | **Typ** | Fischkutter\\ später Angelkutter, Fahrgastkutter und Versorger | | **Baujahr** | 1921 | | **Bauwerft** | unbekannt | | **Status** | 1995 vor Wismar gesunken, gehoben und in Wismar abgewrackt | ^ Technische Daten ^^ | **Länge** | 22,10 m | | **Breite** | 6,45 m | | **Tiefgang** | 2,80 m | | **Maschine** | Deutz, 180 PS, Umsteuermotor | ===== SCHOLLE ===== Die **SCHOLLE** besaß kein **ECKE**-Fischereikennzeichen, gehört aber dennoch in den Eckernförder Zusammenhang: Sie lag über längere Zeit in Eckernförde und wurde von dort aus für Angel- und Stundenfahrten eingesetzt. Mit ihren Maßen von **22,10 × 6,45 × 2,80 m** war sie ein vergleichsweise großer Kutter. Sie gehörte zu den von [[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Oertz|Max Oertz]] entworfenen „großen“ Nordseekuttern (auch **Reichskutter** genannt). Es gab davon auch eine etwas kleinere Version. Gebaut wurde das Fahrzeug **1921**. Ursprünglich lief es als **HH 176 BURGTOR** und war Schwesterschiff der berühmteren **HH 177 HOLSTENTOR** (später **HAMBURG**), mit der [[https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Kirchei%C3%9F|Kapitän Kircheiss]] eine Weltumsegelung unternahm. Bis **1971** war es als Fischkutter **HF 295 MARGRIT** von **Finkenwerder** aus in Fahrt. Im Buch (S. 217) wird die **SCHOLLE** nur sehr kurz als „**Butterschiff**“ erwähnt; die dortige Biografie endet bei HF 295. 1971 kam der Kutter zu **Peter Deilmann** in **Neustadt in Holstein** und wurde als dessen erster Angelkutter eingesetzt. Der Name lautete zunächst **GROSSENBRODER SCHOLLE**. 1973 wurde der Kutter in **NEUSTÄDTER SCHOLLE** umbenannt. Ab **1979** fuhr das Schiff als Angelkutter **SCHOLLE** von **Heiligenhafen** aus. Eigner war **Walter Boldt** aus Heiligenhafen. 1984 wurde die **SCHOLLE** an **Walter Puhlmann** nach **Eckernförde** verkauft. Dort wurde sie als **SCHOLLE** für Angelfahrten und Stundenfahrten eingesetzt. Der Rumpf war zu dieser Zeit blau gestrichen. Als Maschine war ein **180-PS-Deutz-Umsteuermotor** eingebaut. Wegen dieser Umsteuerung wollte in Eckernförde kaum jemand den Kutter fahren. Nach sieben Umsteuerungen war die Luftflasche schnell leer. [{{:kutter:scholle_1_.png?340|Die **SCHOLLE** auf einer Postkarte. Rechts **ECKE 32 MARIANNE**.}}] Der Liegeplatz befand sich damals an der Ecke der Fischereipier, dort wo die **CAPELLA** lag. Für Stundenfahrten waren Anlege- und Ablegemanöver an dieser Stelle sehr eng. Der Vater von Bernd Gradlowski fuhr die **SCHOLLE** 1984/85 als Schiffsführer für Eigner **Walter Puhlmann**. Neben Angel- und Stundenfahrten wurde die **SCHOLLE** auch als Versorger für die Bohrinseln **Schwedeneck A** und **Schwedeneck B** von **Damp** aus eingesetzt. Der Kutter war für diese Versorgung verchartert, bis etwa **1986** der Neubau **WAABS** diese Aufgabe übernahm. 1986 wurde die **SCHOLLE** bei der Motorenfabrik **Karl Rehbehn** über Eck am Dalben aufgelegt beziehungsweise stillgelegt. Im Winter wurde der Deutz-Motor dort nicht entwässert. Der Motorblock fror durch, wodurch an der Maschine ein Totalschaden entstand. 1995 wurde der Kutter wegen aufgelaufener Liegeplatzgebühren für **6.500 DM** verkauft und in **ALBATROSS** umbenannt. Bei der Überführung sank die **ALBATROSS** vor **Wismar**. Sie wurde wieder gehoben und anschließend in Wismar abgewrackt. [{{:kutter:scholle2.png?340|Konstruktionszeichnung der Scholle (aus Brix, Bootsbau)}}]