| Allgemeines | |
|---|---|
| Name | KEHRWIEDER ab 10.1975: STERN VON RIO III ab 07.1979: HAI I ab 07.1998: HÄGAR |
| Fischereikennzeichen | SG 12 TRA 12 TRA 14 SO 248 ab 11.1959: SH 14 |
| Unterscheidungssignal | DKLG |
| Eigner / Betreiber | W. Birkenhagen & W. Hansen, Glückstadt (Charter) F. Much, Travemünde F. Erdmann, Travemünde F. Much, Heiligenhafen K. & F. Much, Heiligenhafen Willy Freter, Heiligenhafen Horst & Lilly Panten, Eckernförde (Charter) M & R Hochseeangel GmbH Udo Söder, Greifswald |
| Typ | Kriegsfischkutter später Fischkutter später Angelkutter |
| Baunummer | KFK 379 |
| Baujahr | März 1944 |
| Bauwerft | Ernst Burmester Schiffswerft, Swinemünde |
| Status | 2007/2008 in Greifswald abgewrackt |
| Technische Daten | |
| Vermessung | 69 GT |
| Maße | 24,00 × 6,40 × 2,50 m |
| Maschine | Modag 120 PS ab 1954 grundüberholt, 150 PS |
Die HAI I war der ehemalige Kriegsfischkutter KFK 379. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Kutter zum Fischereifahrzeug umgebaut und fuhr zunächst viele Jahre unter dem Namen KEHRWIEDER. Ab Mitte der 1970er Jahre entstand daraus der Angelkutter HAI I, der Anfang der 1980er Jahre auch in Eckernförde für Stundenfahrten eingesetzt wurde.
Der Kutter wurde im März 1944 auf der Ernst Burmester Schiffswerft in Swinemünde gebaut.
Die Vermessung betrug 69 GT, die Maße 24,00 × 6,40 × 2,50 m. Als Hauptmaschine war ein Modag-Dieselmotor mit 120 PS eingebaut.
Ab Mai 1944 stand das Schiff unter der Kennung HI 10 im Dienst der Kriegsmarine.
Bei Kriegsende befand sich der Kutter im niederländischen Ijmuiden und fiel anschließend als britische Beute in alliierte Hände.
Im Februar 1947 wurde der ehemalige KFK als SG 12 KEHRWIEDER in Glückstadt registriert.
Der Umbau zum Fischkutter erfolgte auf der Kremer & Sohn Werft in Elmshorn. Das Schiff fuhr zunächst in Charter für W. Birkenhagen und W. Hansen aus Glückstadt.
Bereits 1948 wurde der Kutter als TRA 12 KEHRWIEDER nach Travemünde verlegt und fuhr dort in Charter für F. Much.
Ab 1951 erhielt der Kutter das Fischereikennzeichen TRA 14.
1953 erscheint F. Erdmann als Eigner in Travemünde.
Im August 1954 kam der Kutter als SO 248 KEHRWIEDER nach Heiligenhafen. Eigner war erneut F. Much.
Im Zuge dieser Umregistrierung wurde der ursprüngliche Modag-Dieselmotor aus dem Jahr 1944 grundlegend überholt. Die Leistung stieg dabei von 120 PS auf 150 PS. Das Unterscheidungssignal lautete DKLG.
Ab November 1959 fuhr das Schiff als SH 14 KEHRWIEDER.
1968 werden K. & F. Much aus Heiligenhafen als Eigner genannt.
1975 wurde die KEHRWIEDER als Fischkutter außer Dienst gestellt.
Auf der Sakuth-Werft in Heiligenhafen erfolgte anschließend der Umbau zum Angelkutter.
Ab Oktober 1975 fuhr das Schiff zunächst unter dem Namen STERN VON RIO III für Willy Freter aus Heiligenhafen.
Im Juli 1979 wurde der Kutter in HAI I umbenannt.
Von 1982 bis 1984 fuhr die HAI I in Charter für Horst und Lilly Panten aus Eckernförde.
Das Schiff wurde ausschließlich für Stundenfahrten eingesetzt und war für 50 Fahrgäste zugelassen.
Damit gehörte die HAI I in den frühen 1980er Jahren zu den bekannten Ausflugsschiffen des Eckernförder Hafens.
Ab 1984 wurde die HAI I für die M & R Hochseeangel GmbH in Heiligenhafen eingesetzt.
1990 wurde der Kutter in Heiligenhafen aufgelegt.
1993 erfolgte die Verlegung zur Ratje-Werft in Kiel-Friedrichsort, wo das inzwischen stark sanierungsbedürftige Schiff ebenfalls aufgelegt wurde.
1998 wurde der ehemalige KFK nach Greifswald überführt.
Im Juli 1998 erhielt das Schiff den Namen HÄGAR. Neuer Eigentümer war Udo Söder aus Greifswald, der einen Umbau zum privaten Motorkutter plante.
Zu diesem Umbau kam es jedoch nicht mehr.
Der inzwischen stark verfallene ehemalige KFK 379 wurde 2007/2008 in Greifswald abgewrackt.
Bemerkenswert ist, dass der ursprüngliche Modag-Dieselmotor aus dem Jahr 1944 bis zum Abbruch des Schiffes noch vorhanden war. Nach seiner Grundüberholung in den 1950er Jahren leistete er 150 PS und blieb damit über sechs Jahrzehnte im selben Schiff in Betrieb.
Die HAI I gehörte nur wenige Jahre zur Eckernförder Ausflugsschifffahrt. Dennoch war sie als ehemaliger Kriegsfischkutter ein markantes Schiff im Hafen und ergänzte zusammen mit Fahrzeugen wie HAI II, PETER VON DANZIG II, OSTPREUSSEN I und der SCHOLLE das Angebot der damaligen Stundenfahrten.