| Allgemeines | |
|---|---|
| Name | JAN VAN GENT ab 1970: HECHT I ab 02.1979: POMMERN ab 03.1980: HELA |
| Fischereikennzeichen | BX 436 ab 05.1955: HF 527 |
| Unterscheidungssignal | DEPO |
| Eigner / Betreiber | W. Brunhorn, Bremerhaven P. Rübcke, Finkenwerder Paul Rübcke, Hamburg-Finkenwerder Kapitän Willy Freter, Heiligenhafen Willy Freter & Co. KG Hildegard Pasemann, Heiligenhafen E. Arend, Kappeln Sigrid Arend & H. Klings, Kappeln |
| Typ | Spitzgatt-Kriegsfischkutter später Fischkutter später Angelkutter |
| Baunummer | KFK 142 |
| Baujahr | November 1942 |
| Bauwerft | unbekannte Werft in Schweden |
| Status | Juni 2009 auf der Eberhardt-Werft in Arnis abgewrackt |
| Technische Daten | |
| Vermessung | 67 GT |
| Länge | 24,00 m |
| Breite | 6,40 m |
| Tiefgang | 2,50 m |
| Maschine | Modag 120 PS später Modag 150 PS ab 1970 Deutz 250 PS |
| Zulassung als Angelkutter | 50 Fahrgäste |
Die HELA war der ehemalige Kriegsfischkutter KFK 142. Sie gehörte zur kleineren Gruppe der als Spitzgatter gebauten Kriegsfischkutter. Nach dem Zweiten Weltkrieg fuhr sie zunächst mehr als zwei Jahrzehnte als Fischkutter JAN VAN GENT, bevor sie 1970 zum Angelkutter umgebaut wurde.
Von 1990 bis 1995 wurde die HELA von Eckernförde aus für Angelfahrten eingesetzt. Anschließend lag sie noch mehrere Jahre im Eckernförder Außenhafen auf.
KFK 142 wurde im November 1942 in Schweden gebaut. Die genaue Bauwerft ist bislang nicht bekannt.
Die Maße betrugen 24,00 × 6,40 × 2,50 m, die Vermessung 67 GT. Als Hauptmaschine war ein Modag-Dieselmotor mit 120 PS eingebaut.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Kutter zunächst dem Marineoberkommando Ost zugeordnet. Als Kennung ist M 3109 überliefert.
1944 wurde das Schiff nacheinander unter den Kennungen Vs 168 und Vs 131 geführt. Außerdem war es für die Unterwasser-Abhorch-Geräte-Gruppe Schall, kurz UAG Schall, im Einsatz.
Bei Kriegsende befand sich der Kutter in Frederikshavn und fiel anschließend als britische Beute in alliierte Hände.
Im Dezember 1946 wurde der ehemalige Kriegsfischkutter als BX 436 JAN VAN GENT in Bremerhaven registriert.
Der Rückbau zum zivilen Fischkutter erfolgte bei Havighorst in Blumenthal. Anschließend fuhr das Schiff zunächst in Charter für W. Brunhorn aus Bremerhaven.
Ab Oktober 1949 war die JAN VAN GENT in Charter für P. Rübcke aus Finkenwerder. Das Unterscheidungssignal lautete ab 1949 DEPO.
Im Oktober 1953 erfolgte der Ankauf durch die Bundesrepublik Deutschland beziehungsweise die Überführung in reguläre deutsche Eigentumsverhältnisse.
Ab Mai 1955 fuhr der Kutter als HF 527 JAN VAN GENT für Paul Rübcke aus Hamburg-Finkenwerder.
Zu dieser Zeit war ein Modag-Dieselmotor mit 150 PS eingebaut.
1970 wurde die JAN VAN GENT als Fischereifahrzeug außer Dienst gestellt.
Im August 1970 übernahm Kapitän Willy Freter aus Heiligenhafen den ehemaligen Fischkutter.
In Heiligenhafen erfolgte der Umbau zum Angelkutter HECHT I. Dabei erhielt das Schiff einen Deutz-Dieselmotor mit 250 PS.
Die HECHT I war für 50 Fahrgäste zugelassen.
Ab 1976 wurde das Schiff von Willy Freter & Co. KG in Heiligenhafen betrieben.
Im Februar 1979 wurde der Angelkutter in POMMERN umbenannt.
Noch im selben Jahr wechselte das Schiff zu Hildegard Pasemann aus Heiligenhafen.
Im März 1980 erhielt der Kutter den Namen HELA. Neuer Eigner war E. Arend aus Kappeln.
Heimathafen und Liegeplatz waren zunächst Kappeln.
Ab 1983 gehörte die HELA Sigrid Arend und H. Klings, ebenfalls aus Kappeln.
Von 1990 bis 1995 fuhr die HELA als Angelkutter von Eckernförde aus.
Der offizielle Heimathafen blieb zwar Kappeln, der tatsächliche Liegeplatz befand sich während dieser Jahre jedoch in Eckernförde.
Die HELA gehörte damit zu den letzten ehemaligen Kriegsfischkuttern, die in Eckernförde noch regelmäßig für Angelfahrten eingesetzt wurden.
Ab 1995 wurde der Kutter im Eckernförder Außenhafen aufgelegt.
Dort blieb die HELA bis 1999 liegen.
Im April 1999 wurde der Kutter durch das Amtsgericht Eckernförde zwangsversteigert.
Anschließend wurde die HELA nach Arnis verholt und dort aufgelegt.
Der Zustand des hölzernen Rumpfes verschlechterte sich in den folgenden Jahren zunehmend. Eine wirtschaftlich vertretbare Instandsetzung war schließlich nicht mehr möglich.
Im Juni 2009 wurde der ehemalige KFK 142 auf der Eberhardt-Werft in Arnis abgewrackt und entsorgt.
Die HELA war nur für wenige Jahre im Eckernförder Fahrbetrieb, blieb aber anschließend noch längere Zeit sichtbar im Außenhafen liegen.
Als ehemaliger Spitzgatt-Kriegsfischkutter gehörte sie zu einer vergleichsweise seltenen Bauform innerhalb der KFK-Serie. Ihre Geschichte verbindet den Kriegseinsatz, die Nachkriegsfischerei in Bremerhaven und Finkenwerder, den Angelkutterbetrieb in Heiligenhafen und Kappeln sowie die späte Einsatzzeit in Eckernförde.
Mit ihrer Abwrackung im Jahr 2009 verschwand ein weiterer ehemaliger Kriegsfischkutter aus der regionalen Küstenschifffahrt.