| Allgemeines | |
|---|---|
| Name | BURGTOR MARGRIT ab 1971: GROSSENBRODER SCHOLLE ab 1973: NEUSTÄDTER SCHOLLE ab 1979: SCHOLLE ab 1995: ALBATROSS |
| Fischereikennzeichen | HF 295 HF176 |
| Eigner | bis 1971: unbekannt ab 1971: Peter Deilmann, Neustadt i. H. ab 1979: Walter Boldt, Heiligenhafen ab 1984: Walter Puhlmann, Eckernförde |
| Typ | Fischkutter später Angelkutter, Fahrgastkutter und Versorger |
| Baujahr | 1921 |
| Bauwerft | unbekannt |
| Status | 1995 vor Wismar gesunken, gehoben und in Wismar abgewrackt |
| Technische Daten | |
| Länge | 22,10 m |
| Breite | 6,45 m |
| Tiefgang | 2,80 m |
| Maschine | Deutz, 180 PS, Umsteuermotor |
Die SCHOLLE besaß kein ECKE-Fischereikennzeichen, gehört aber dennoch in den Eckernförder Zusammenhang: Sie lag über längere Zeit in Eckernförde und wurde von dort aus für Angel- und Stundenfahrten eingesetzt.
Mit ihren Maßen von 22,10 × 6,45 × 2,80 m war sie ein vergleichsweise großer Kutter. Sie gehörte zu den von Max Oertz entworfenen „großen“ Nordseekuttern (auch Reichskutter genannt). Es gab davon auch eine etwas kleinere Version.
Gebaut wurde das Fahrzeug 1921. Ursprünglich lief es als HH 176 BURGTOR und war Schwesterschiff der berühmteren HH 177 HOLSTENTOR (später HAMBURG), mit der Kapitän Kircheiss eine Weltumsegelung unternahm.
Bis 1971 war es als Fischkutter HF 295 MARGRIT von Finkenwerder aus in Fahrt. Im Buch (S. 217) wird die SCHOLLE nur sehr kurz als „Butterschiff“ erwähnt; die dortige Biografie endet bei HF 295.
1971 kam der Kutter zu Peter Deilmann in Neustadt in Holstein und wurde als dessen erster Angelkutter eingesetzt. Der Name lautete zunächst GROSSENBRODER SCHOLLE.
1973 wurde der Kutter in NEUSTÄDTER SCHOLLE umbenannt.
Ab 1979 fuhr das Schiff als Angelkutter SCHOLLE von Heiligenhafen aus. Eigner war Walter Boldt aus Heiligenhafen.
1984 wurde die SCHOLLE an Walter Puhlmann nach Eckernförde verkauft. Dort wurde sie als SCHOLLE für Angelfahrten und Stundenfahrten eingesetzt.
Der Rumpf war zu dieser Zeit blau gestrichen. Als Maschine war ein 180-PS-Deutz-Umsteuermotor eingebaut. Wegen dieser Umsteuerung wollte in Eckernförde kaum jemand den Kutter fahren. Nach sieben Umsteuerungen war die Luftflasche schnell leer.
Der Liegeplatz befand sich damals an der Ecke der Fischereipier, dort wo die CAPELLA lag. Für Stundenfahrten waren Anlege- und Ablegemanöver an dieser Stelle sehr eng.
Der Vater von Bernd Gradlowski fuhr die SCHOLLE 1984/85 als Schiffsführer für Eigner Walter Puhlmann.
Neben Angel- und Stundenfahrten wurde die SCHOLLE auch als Versorger für die Bohrinseln Schwedeneck A und Schwedeneck B von Damp aus eingesetzt. Der Kutter war für diese Versorgung verchartert, bis etwa 1986 der Neubau WAABS diese Aufgabe übernahm.
1986 wurde die SCHOLLE bei der Motorenfabrik Karl Rehbehn über Eck am Dalben aufgelegt beziehungsweise stillgelegt. Im Winter wurde der Deutz-Motor dort nicht entwässert. Der Motorblock fror durch, wodurch an der Maschine ein Totalschaden entstand.
1995 wurde der Kutter wegen aufgelaufener Liegeplatzgebühren für 6.500 DM verkauft und in ALBATROSS umbenannt. Bei der Überführung sank die ALBATROSS vor Wismar. Sie wurde wieder gehoben und anschließend in Wismar abgewrackt.