SEEBAD BORBY

SEEBAD BORBY

Allgemeines
Name JÜRGENSBY
1998–2010: SEEBAD BORBY
ab 2010 wieder JÜRGENSBY
ab 2019: ADMIRAŁ UNRUG
Unterscheidungssignal DLWU
IMO 6706864
MMSI 211232330
Eigner / Betreiber Förde-Reederei / Flensburger Personenschifffahrt
B/S Schifffahrtsgesellschaft mbH, Eckernförde
Annemarie & Karl-Heinz Paasch, Eckernförde
Hans-Jürgen Ketelsen, Flensburg
Typ Fahrgastschiff
Ausflugs- und Butterschiff
Baujahr 1966
Bauwerft Akerboom’s Scheeps- und Jachtwerft unter Lizenz der Husumer Schiffswerft
Baunummer 1245
Fahrtgebiet / Einsatz Flensburger Förde
Eckernförder Bucht
Nord-Ostsee-Kanal
später Polen
Status in Stettin als ADMIRAŁ UNRUG auf Land gesetzt
Technische Daten
Vermessung 214 BRZ / 79 NRZ
Maße 36,00 × 6,60 × 1,55 / 1,70 m
Maschine MAN-Diesel, ca. 640–680 PS
Geschwindigkeit ca. 13,5–14 kn
Zulassung 200 Personen
teils 210 Personen angegeben

SEEBAD BORBY

Die SEEBAD BORBY war das letzte klassische Eckernförder Ausflugsschiff. Gebaut wurde sie 1966 als JÜRGENSBY. Der Name bezog sich auf den Flensburger Stadtteil Jürgensby.

Das Schiff wurde unter Lizenz der Husumer Schiffswerft bei Akerboom’s Scheeps- en Jachtwerft gebaut. Die Baunummer lautete 1245. Der Stapellauf fand am 25. September 1966 statt.

Die IMO-Nummer lautet 6706864, das Unterscheidungssignal DLWU. Die MMSI wird mit 211232330 angegeben.

Die Maße sind in der Eckernförder Überlieferung mit 36,00 × 6,60 × 1,55 m angegeben. In späteren Schiffsverzeichnissen erscheinen 35,72 × 6,61 × 1,55 m beziehungsweise 36,00 × 6,60 × 1,70 m. Die Vermessung beträgt 214 BRZ und 79 NRZ.

Als Antrieb diente ein MAN-Dieselmotor. Die Leistung wird je nach Quelle mit etwa 640 bis 680 PS angegeben. Die Geschwindigkeit lag bei rund 13,5 bis 14 kn.

Das Schiff war für 200 Personen zugelassen; in späteren Verzeichnissen werden auch 210 Fahrgäste genannt.

1966 kam die JÜRGENSBY zur Flensburger Personenschifffahrt beziehungsweise später zur Förde-Reederei in Flensburg. Sie wurde für Butter- und Förde-Rundfahrten von Flensburg aus eingesetzt.

1971 wurde die JÜRGENSBY von der Förde-Reederei übernommen. In den folgenden Jahren war das Schiff wiederholt in Charter für andere Reedereien unterwegs, unter anderem 1971 für Union Eils & Co., 1974 für die Centrumlinjen sowie 1982/83 für die Harle-Reederei Warrings.

1997 beziehungsweise 1998 kam das Schiff nach Eckernförde und erhielt den Namen SEEBAD BORBY. Eigner waren Annemarie und Karl-Heinz Paasch in Eckernförde. Karl-Heinz Paasch war Schwiegersohn von „Heidschi“ Buhmann.

Von Eckernförde aus wurde die SEEBAD BORBY für Charter- und Förde-Rundfahrten eingesetzt. Auch Fahrten im Nord-Ostsee-Kanal gehörten zum Programm.

Im Juni 2010 wurde das Schiff verkauft und erhielt wieder den Namen JÜRGENSBY. Neuer Eigner war Hans-Jürgen Ketelsen in Flensburg. Von dort aus wurde es wieder für Charter- und Förde-Rundfahrten eingesetzt.

2011 erlitt die JÜRGENSBY einen Maschinenschaden und wurde stillgelegt. Ab Juli 2014 war sie wieder in Fahrt.

2016 lag das Schiff im Flensburger Hafen still. Am 4. Juli 2017 brannte gegen 3:15 Uhr der Salon im Unterdeck. Der Fahrgastraum brannte in voller Ausdehnung; es entstand hoher Sachschaden. Die Polizei ging später von Brandstiftung aus und bezifferte den Schaden auf etwa 100.000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Nach dem Brand stand die JÜRGENSBY zum Verkauf.

Anfang 2019 wurde das Schiff nach Polen verkauft und von Flensburg nach Danzig geschleppt. Dort wurde 2020 auf einer Werft in Wladyslawowo grundüberholte. Unter dem Namen ADMIRAŁ UNRUG kam es im Liniendienst von Tolkmicko nach Krynica Morska wieder in Fahrt.

Die ex ADMIRAŁ UNRUG liegt zur Zeit (2026) in einen desolaten Zustand in Stettin auf.

Der Name SEEBAD BORBY bezeichnet damit die Eckernförder Betriebszeit des 1966 gebauten Fahrgastschiffes JÜRGENSBY.

Ausflugschiff SEEBAD BORBY, KFK SIMONE, KFK CAPELLA, ECKE 15 SCHWALBE in Gespann-Fischerei (Grundketten am Galgen) mit MAA 19 GOODENWIND II, Maasholm.