SUNSHINE

SUNSHINE

Allgemeines
Name ANDREAS GAYK
ab 09.1977: STADTRAT STEINGRÄBER
ab Anfang 1982: SUNSHINE
ab Ende 1985: RÜMM HART I
später wieder ANDREAS GAYK am Bug geführt
IMO 7028403
Unterscheidungssignal DJPG
Reederei / Eigner Kieler Verkehrs AG, Kiel
Reederei Willy Freter, Heiligenhafen
Sunshine Shipping-Line, Eckernförde
Willy Freter, Heiligenhafen
Rieke Boomgaarden & Wolfgang Beyer, Eckernförde
später unbekannter Eigner aus Gager / Rügen
Typ Fahrgastschiff
Butterfahrtschiff
später geplantes Museumsschiff
später geplantes Restaurantschiff
Baujahr 1970
Bauwerft Husumer Schiffswerft, Husum
Baunummer 1270
Stapellauf 21.04.1970
Übernahme 06.06.1970 in Eckernförde
Fahrtgebiet / Einsatz Eckernförde Eckernförde – Sønderborg
Status 2026 in Gager / Rügen aufgelegt
Technische Daten
Maße 39,60 × 8,51 × 2,15 m
Vermessung 300 GT
Maschine 2 × KHD-Deutz, je 560 PS
zusammen 1120 PS
Antrieb zwei Schrauben
Bugstrahler vorhanden
Geschwindigkeit 14 kn
Zulassung 425 Gäste

SUNSHINE

Die SUNSHINE war ein Fahrgastschiff der Sunshine Shipping-Line in Eckernförde.

Die Schiffe dieser Reederei liefen von Eckernförde aus ausschließlich Sønderborg an.

Die spätere SUNSHINE wurde 1970 auf der Husumer Schiffswerft in Husum gebaut. Die Baunummer lautete 1270. Der Stapellauf erfolgte am 21. April 1970, die Übernahme am 6. Juni 1970 in Eckernförde.

Die IMO-Nummer lautet 7028403. Das Unterscheidungssignal war DJPG.

Das Schiff war 39,60 × 8,51 × 2,15 m groß und mit 300 GT vermessen. Es war für 425 Gäste zugelassen. Die Geschwindigkeit betrug etwa 14 Knoten.

Als Antrieb dienten zwei KHD-Deutz-Dieselmotoren mit je 560 PS, zusammen 1120 PS, auf zwei Schrauben. Außerdem war ein Bugstrahler vorhanden.

ANDREAS GAYK

Ab Juni 1970 fuhr das Schiff als ANDREAS GAYK mit Heimathafen Kiel für die damalige Kieler Verkehrs AG.

Eingesetzt wurde es für Einkaufsfahrten, also Butterfahrten, ab Kiel nach Dänemark. Auf den Fahrten wurden auch Möltenort und Laboe angelaufen.

Während der Olympischen Sommerspiele 1972 in Kiel wurde die ANDREAS GAYK als offizielles Regattabegleitschiff eingesetzt.

1976 wurde das Schiff nach Heiligenhafen verchartert.

STADTRAT STEINGRÄBER

Ab September 1977 lief das Schiff in Charter für die Reederei Willy Freter aus Heiligenhafen.

Es wurde in STADTRAT STEINGRÄBER umbenannt und in Heiligenhafen eingesetzt.

Die Fahrten wurden als Stundenfahrten beziehungsweise als Kleine Butterfahrt ab Heiligenhafen angeboten.

SUNSHINE in Eckernförde

Anfang 1982 wurde das Schiff an die Sunshine Shipping-Line aus Eckernförde verkauft.

Es erhielt den Namen SUNSHINE und den Heimathafen Eckernförde.

Die SUNSHINE wurde auf der Route Eckernförde – Sønderborg eingesetzt.

Von Eckernförde aus gehörte sie damit zu den bekannten Butterfahrtschiffen der Sunshine Shipping-Line.

Die SUNSHINE der Sunshine Shipping-Line in Eckernförde.
Reedereiflagge der Sunshine Shipping-Line GmbH.

RÜMM HART I

Ende 1985 wurde die SUNSHINE nach Heiligenhafen verkauft. Eigner wurde Willy Freter aus Heiligenhafen.

Das Schiff erhielt den Namen RÜMM HART I und wurde auf der Route Heiligenhafen – Rødby eingesetzt.

Seit 1999 war die RÜMM HART I in Ueckermünde registriert. Dort fuhr sie zwischen Ueckermünde und den polnischen Häfen Trzebież (Ziegenort) und Świnoujście (Swinemünde).

Im April 2004 wurde die RÜMM HART I im Hafen von Ueckermünde aufgelegt.

Im Oktober 2004 wurde sie von Flensburg aus wieder auf der Flensburger Förde eingesetzt.

2005 und 2006 wurde die RÜMM HART I zeitweise vom dänischen Gråsten aus eingesetzt.

Von 2007 bis 2010 lag das Schiff mit Getriebeschaden auf der Eberhardt-Werft in Arnis auf.

Geplantes Museumsschiff in Eckernförde

Im Februar 2011 wurde die RÜMM HART I von Rieke Boomgaarden und Wolfgang Beyer aus Eckernförde angekauft.

Noch im Februar 2011 wurde der Unterwasserbereich auf der Eberhardt-Werft in Arnis überholt. Dabei erhielt das Schiff neue Zinkanoden und einen neuen Antifouling-Anstrich.

Die beiden Hauptmaschinen wurden jedoch nicht wieder instand gesetzt.

Die neuen Eigner wollten die RÜMM HART I als Museumsschiff erhalten und als schwimmendes Museum in den geplanten „Erlebnishafen Eckernförde“ einbinden. An Bord des Butterschiff-Museums sollte die Geschichte der Butterfahrten in der westlichen Ostsee dokumentiert werden.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten und fehlender Zustimmung der Stadtwerke Eckernförde als Hafenbetreiber, dem Schiff in Eckernförde einen Liegeplatz zur Verfügung zu stellen, wurde die fahruntüchtige RÜMM HART I im Dezember 2011 von Arnis über Kappeln nach Port Olpenitz geschleppt.

Ende Dezember 2011 traf die RÜMM HART I schließlich in Eckernförde ein.

Am Liegeplatz in Eckernförde wurde am Bug wieder der Name ANDREAS GAYK geführt. Hier sollte das Schiff überholt und als Museumsschiff mit begehbarer Maschine und Brücke instand gesetzt werden.

Die vorgesehenen Ziele wurden jedoch nicht erreicht.

Im Mai 2016 wurde vor dem Landgericht Kiel ein Vergleich geschlossen. Danach musste das Schiff den Liegeplatz in Eckernförde bis September 2016 räumen. Im Gegenzug wurden den Besitzern die aufgelaufenen Liegeplatzkosten in Höhe von 22.500 Euro erlassen.

Marstal und Gager

Am 1. Oktober 2016 wurde das Schiff durch den Schlepper NOK 1 von Eckernförde nach Marstal auf der Insel Ærø geschleppt.

Bereits im November 2016 wurde das Unterwasserschiff auf einer Werft in Marstal überholt. Es erhielt erneut einen Antifouling-Anstrich und neue Zinkanoden.

Später wurde das Schiff an einen unbekannten Eigner aus Gager / Rügen verkauft.

Im Juni 2024 wurde es durch den Schlepper SCHWARTENBEK von Marstal nach Gager / Rügen geschleppt.

Geplant war ein Umbau zum Restaurantschiff mit Barbetrieb und festem Liegeplatz in Gager / Rügen.

2026 liegt die ehemalige SUNSHINE weiterhin im Hafen von Gager / Rügen aufgelegt. sunshine_1_.jpg