JOHANN RATHJE
| Allgemeines | |
|---|---|
| Name | JOHANN RATHJE |
| Fischereikennzeichen | ECKE 9 |
| Unterscheidungssignal | bis 1972: keines ab 1972: DJRK |
| Eigner | Christian Mahrt sen. ab 1951: Christian Mahrt jr. ab Ende der 1970er Jahre: Jens-Peter Mahrt |
| Typ | Motorkutter |
| Baujahr | 1936 |
| Bauwerft | Brix & Paulsen, Grauhöft bei Kappeln |
| Bauweise | doppelt-diagonal-karweel |
| Besonderheiten | Eisklasse |
| Status | 1979 ins Rheinland verkauft |
| Technische Daten | |
|---|---|
| Länge | 14,5 m |
| Breite | 4,6 m |
| Tiefgang | 1,9 m |
| Vermessung | 53,7 cbm (1957) |
| Maschine | 50 PS DWK später 90 PS MaK-Rohölmotor ab 1975 Mercedes 185 PS |
ECKE 9 JOHANN RATHJE
Bau
Die JOHANN RATHJE wurde 1936 auf der Werft Brix & Paulsen in Grauhöft bei Kappeln gebaut. Der Motorkutter entstand in doppelt-diagonal-karweelter Bauweise und war für den Einsatz in Eis verstärkt.
In der Deutschen Fischereifahrzeugkartei erscheint das Schiff ab 1937 zunächst noch ohne Namen. Eigner war Christian Mahrt sen. aus Eckernförde. Angetrieben wurde der Kutter von einem DWK-Dieselmotor mit 50 PS.
Zweiter Weltkrieg
Am 26. August 1939 wurde der Kutter durch die Sperrkommandantur Kiel für die Kriegsmarine beschlagnahmt. Bereits am 13. September 1939 erfolgte die Rückgabe an den Eigentümer.
Für das geplante Unternehmen „Seelöwe“ wurde die JOHANN RATHJE am 12. August 1940 erneut eingezogen. Sie führte zunächst die Kennung H 2822 a Mo, später H 2846 a Mo.
Am 30. August 1940 verlegte das Schiff mit einem Verband von Emden nach Le Havre. Dort erhielt es die Kennung MFK 14901 und war in Trouville bei der 280. Marinefischkutterflottille eingesetzt. Später erfolgte der Einsatz beim Marinebefehlshaber Kanalküste.
Am 18. Juni 1941 wurde der Kutter wieder an seinen Eigentümer zurückgegeben.
Nachkriegszeit
1951 erscheint das Schiff in der Deutschen Seefischereifahrzeugkartei zunächst noch ohne Namen unter den Eignern Christian Mahrt sen. und Christian Mahrt jr. Ebenfalls 1951 wird erstmals der Name JOHANN RATHJE zusammen mit dem Fischereikennzeichen ECKE 9 geführt.
Der ursprüngliche 50-PS-DWK-Motor wurde später durch einen 90-PS-MaK-Rohölmotor ersetzt. 1957 wird eine Vermessung von 53,7 cbm angegeben.
Ab 1972 führte der Kutter das Unterscheidungssignal DJRK.
1975 erhielt die JOHANN RATHJE einen Mercedes-Dieselmotor mit 185 PS. Gegen Ende der 1970er Jahre übernahm Jens-Peter Mahrt den Kutter. Nach Angaben von Ralf Trümner könnte in dieser Zeit ein Deutz-Motor mit etwa 150 PS eingebaut worden sein.
1979 wurde das Schiff ins Rheinland verkauft.






