ANTARES I
| Allgemeines | |
|---|---|
| Name | ANTARES I ab 1989: NORDIC STAR ab 1992: ELIESER 6 ab 2025: KRISTIANSAND |
| Unterscheidungssignal | DJGV ab 1992: LEYV |
| IMO-Nummer | 8007107 |
| MMSI | 258225000 |
| Eigner / Betreiber | Günter Marx & Wolfgang Potratz, Eckernförde O. T. Ostsee-Touristik KG, Eckernförde E. S. Eckernförder Seetouristik, Eckernförde Peter Nagel, Bestwig-Ramsbeck Sund-Reederei Gerhard Lohse, Flensburg (Charter) Böttcher Seetouristik KG, Lübeck-Travemünde (Charter) Rederi AB Nordic Star, Stockholm Seemannsmission Laksevåg, Bergen ab 2025 Havrafting Sør AS, Kristiansand |
| Typ | Kombi-Fahrgastschiff Angel-, Ausflugs- und Charterschiff später Konferenzschiff Missions- und Kirchenschiff heute Fahrgast- und Charterschiff |
| Baujahr | 1980 |
| Bauwerft | Paul Lindenau, Schiffswerft und Maschinenfabrik, Kiel-Friedrichsort |
| Baunummer | 187 |
| Heimathäfen | Eckernförde Stockholm Bergen Kristiansand |
| Status | seit 2025 als KRISTIANSAND in Fahrt |
| Technische Daten | |
| Vermessung | ursprünglich 242 GT nach Umbau zum Missionsschiff 367 GT |
| Länge | 36,30 m |
| Breite | 7,50 m |
| Tiefgang | 3,40 m |
| Maschinen | 2 × Volvo Penta, je 260 PS |
| Antrieb | beide Maschinen auf einen Verstellpropeller |
| Manövrierhilfen | Becker-Ruder und Bugstrahlruder |
| Bugform | Wulstbug |
| Fahrgastzulassung | ursprünglich 180 Personen |
| Kojenplätze | ursprünglich 30 in sechs Kammern als ELIESER 6: 90 |
| Bordeinrichtungen | Bordapotheke Selbstbedienungs-Duty-free-Shop Kühlräume für den Fang Waschräume mit Waschmaschine und Trockner |
ANTARES I
Die ANTARES I war eines der außergewöhnlichsten Fahrgastschiffe, die jemals von Eckernförde aus eingesetzt wurden. Sie war kein umgebauter Fischkutter, sondern ein eigens für Ausflugs-, Angel-, Charter- und mehrtägige Seereisen konzipiertes Kombi-Fahrgastschiff.
Das moderne Schiff wurde 1980 für den Eckernförder Fahrtbetrieb gebaut und führte als sichtbares Zeichen seiner Verbundenheit mit der Stadt das Eckernförder Stadtwappen am Bug.
Die ANTARES I verband die Eigenschaften eines Tagesausflugsschiffes mit denen eines Hochsee-Angelschiffes und eines kleinen Kreuzfahrtschiffes. Neben großzügigen Fahrgasträumen verfügte sie über Schlafkammern, Kühlräume für den geangelten Fisch, Waschräume und einen Duty-free-Shop.
Nach ihrer Eckernförder Zeit wurde sie in Schweden zum Konferenzschiff umgebaut. Später diente sie 33 Jahre lang als norwegisches Missions- und Kirchenschiff ELIESER 6. Seit 2025 fährt sie unter dem Namen KRISTIANSAND für Touristen- und Charterfahrten an der norwegischen Südküste.
Bau auf der Lindenau-Werft
Die ANTARES I entstand 1980 auf der Paul Lindenau-Werft in Kiel-Friedrichsort. Sie wurde dort unter der Baunummer 187 gebaut.
Das Schiff maß 36,30 × 7,50 × 3,40 m und war ursprünglich mit 242 GT vermessen. Das Unterscheidungssignal lautete DJGV.
Die Fahrgastzulassung umfasste 180 Personen.
Als Hauptmaschinen dienten zwei Volvo-Penta-Dieselmotoren mit jeweils 260 PS. Beide Maschinen wirkten über ein gemeinsames Getriebe auf einen einzelnen Verstellpropeller.
Bei einem Verstellpropeller kann die Steigung der Propellerflügel verändert werden. Dadurch lassen sich Schub und Fahrtrichtung regeln, ohne die Drehrichtung der Hauptmaschinen umzukehren.
Gute Manövriereigenschaften
Die ANTARES I verfügte über ein Becker-Ruder und ein Bugstrahlruder.
Das Becker-Ruder besitzt eine bewegliche Klappe an seiner Hinterkante. Bei einem Ruderausschlag wird diese Klappe zusätzlich angestellt und verstärkt dadurch die Ruderwirkung. Für ein Fahrgastschiff, das regelmäßig enge Häfen anlaufen musste, war dies ein erheblicher Vorteil.
Zusammen mit dem Bugstrahlruder konnte die ANTARES I auch bei schwierigen Windverhältnissen präzise manövriert werden.
Der Rumpf besaß außerdem einen Wulstbug, umgangssprachlich auch „Birne“ genannt. Dieser verringerte bei geeigneter Geschwindigkeit den Wellenwiderstand und verbesserte die Wirtschaftlichkeit sowie das Verhalten des Schiffes in der See.
Ein ungewöhnlich vielseitiges Schiff
Die ANTARES I wurde von Anfang an für mehrere sehr unterschiedliche Fahrtarten entworfen.
Sie konnte tagsüber bis zu 180 Fahrgäste auf Ausflugs- und Butterfahrten befördern. Gleichzeitig war sie für mehrtägige Angelfahrten ausgerüstet.
Unter Deck befanden sich 30 Kojenplätze, verteilt auf sechs Kammern. Damit standen durchschnittlich fünf Schlafplätze je Kammer zur Verfügung.
Für die Angelgäste gab es besondere Einrichtungen:
- Kühlräume für den gefangenen Fisch
- Waschräume
- Waschmaschine
- Trockner
- Schlafplätze für mehrtägige Reisen
Darüber hinaus verfügte die ANTARES I über eine eigene Bordapotheke.
Unter Deck befand sich außerdem ein Selbstbedienungs-Duty-free-Shop. Während der damals üblichen Butterfahrten konnten die Fahrgäste dort zoll- und steuerbegünstigte Waren erwerben.
Diese umfangreiche Ausstattung machte die ANTARES I zu einer Mischung aus Ausflugsschiff, Angelschiff, Hotelschiff und kleinem Kreuzfahrtschiff.
Das Eckernförder Stadtwappen
Die Verbundenheit mit ihrem Heimathafen wurde auch äußerlich sichtbar.
Am Bug führte die ANTARES I das Eckernförder Stadtwappen. Damit war sie nicht nur ein Schiff mit Eckernförde als eingetragenem Heimathafen, sondern zugleich eine weithin sichtbare Botschafterin der Stadt.
Bei den Fahrten in dänische Häfen wurde das Stadtwappen über viele Jahre an der gesamten westlichen Ostsee bekannt.
Indienststellung in Eckernförde
Im April 1980 wurde die ANTARES I mit Heimathafen Eckernförde in Dienst gestellt.
Eigner waren Günter Marx und Wolfgang Potratz aus Eckernförde. Der Betrieb erfolgte zunächst durch die O. T. Ostsee-Touristik KG.
Bereits vier Monate später wurde das Schiff unter der E. S. Eckernförder Seetouristik geführt.
Die ANTARES I war damit von Beginn an ein echtes Eckernförder Fahrgastschiff. Anders als viele andere Fahrzeuge wurde sie nicht erst nach Jahren in anderen Häfen nach Eckernförde verlegt, sondern eigens für den dortigen Fahrtbetrieb beschafft und eingesetzt.
Tagesfahrten nach Dänemark
Zu den wichtigsten Einsätzen gehörten Tagesfahrten von Eckernförde nach Dänemark.
Regelmäßig angelaufen wurden:
- Bagenkop auf Langeland
- Ærøskøbing auf der Insel Ærø
In den dänischen Häfen erhielten die Fahrgäste ungefähr zwei Stunden Landgang.
Die Reisen verbanden die Seefahrt über die westliche Ostsee mit einem kurzen Aufenthalt in einer dänischen Hafenstadt. Gleichzeitig konnten an Bord die damals beliebten zollfreien Waren gekauft werden.
Für viele Eckernförder und Urlaubsgäste boten diese Fahrten die Möglichkeit, innerhalb eines Tages eine kleine internationale Seereise zu unternehmen.
Stunden- und Butterfahrten
Neben den Tagesreisen unternahm die ANTARES I kürzere Stundenfahrten auf der Eckernförder Bucht und der angrenzenden Ostsee.
Diese Fahrten wurden als „kleine Butterfahrten“ bezeichnet. Das Schiff verließ dabei für eine begrenzte Zeit das deutsche Hoheitsgebiet beziehungsweise fuhr weit genug auf See hinaus, um den damals zulässigen Duty-free-Verkauf durchführen zu können.
Die ANTARES I war für diesen Einsatz besonders gut geeignet. Sie bot erheblich mehr Platz und Komfort als die ehemaligen Fischkutter, die ebenfalls für Stundenfahrten genutzt wurden.
Angel- und Charterfahrten
Ein zweites wichtiges Einsatzgebiet waren Angel- und Charterfahrten.
Die ANTARES I konnte sowohl für eintägige Angelfahrten als auch für größere private oder betriebliche Veranstaltungen gechartert werden.
Durch ihre Kühlräume ließ sich der Fang der Gäste fachgerecht aufbewahren. Die Wasch- und Trockeneinrichtungen waren vor allem bei längeren Reisen von Bedeutung.
Die 30 Kojen machten es möglich, mit den Angelgästen mehrere Tage auf See zu bleiben.
Drei Tage in den Großen Belt
Zu den anspruchsvollsten Reisen gehörten dreitägige Angelfahrten in den Großen Belt.
Dabei verließ die ANTARES I Eckernförde und fuhr in die dänischen Gewässer zwischen den Inseln Fünen und Seeland. Das Fahrtgebiet bot andere Fangmöglichkeiten als die küstennahen Bereiche der Eckernförder Bucht.
Für die Nacht wurde der Hafen von Kalundborg auf Seeland angelaufen.
Die Gäste übernachteten in den sechs Kammern an Bord. Gefangener Fisch konnte in den bordeigenen Kühlräumen gelagert werden. Die ANTARES I bot damit Bedingungen, wie sie sonst eher auf kleinen Expeditions- oder Kreuzfahrtschiffen zu finden waren.
Eignerwechsel
1987 wurde Peter Nagel aus Bestwig-Ramsbeck neuer Eigner der ANTARES I.
Das Schiff blieb zunächst im Fahrgastverkehr, wurde in den folgenden Jahren jedoch an andere Reedereien verchartert.
Charter für die Sund-Reederei
1988 wurde die ANTARES I an die Sund-Reederei Gerhard Lohse in Flensburg verchartert.
Sie kam auf einer Route zwischen Årøsund, Haderslev und Flensburg zum Einsatz.
Damit wechselte das Schiff von den Tagesreisen ab Eckernförde in den grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Dänemark und Deutschland.
Fahrten ab Travemünde
Ende 1988 folgte eine weitere Charter an die Böttcher Seetouristik KG aus Lübeck-Travemünde.
Die ANTARES I wurde nun für Tagesfahrten ab Travemünde eingesetzt.
Ihre Eckernförder Zeit war damit faktisch beendet, auch wenn das Schiff seine bauliche Gestalt und seine ursprüngliche Ausstattung zunächst behielt.
Verkauf nach Schweden
Im September 1989 wurde die ANTARES I nach Schweden verkauft.
Das Schiff kam unter schwedische Flagge und erhielt den Namen NORDIC STAR. Heimathafen wurde Stockholm.
Betreiber war die Rederi AB Nordic Star.
Umbau zum Konferenzschiff
In Schweden erfolgte ein Umbau zum Gesellschafts- und Konferenzschiff.
Dabei wurden zusätzliche Kojenplätze eingerichtet. Das Schiff sollte nun vor allem für:
- Konferenzfahrten
- Gesellschaftsreisen
- Firmenveranstaltungen
- mehrtägige Charterfahrten
eingesetzt werden.
Die ursprüngliche Vielseitigkeit der ANTARES I kam diesem neuen Einsatz entgegen. Schon beim Bau waren Schlafräume, gastronomische Einrichtungen und großzügige Fahrgasträume vorhanden gewesen.
Reise nach Dakar
Im Oktober 1991 begann für die NORDIC STAR eine ungewöhnliche Reise.
Das Schiff wurde von Stockholm zunächst nach London und anschließend weiter nach Dakar im Senegal überführt.
Ein schwedisches Reiseunternehmen plante, von Dakar aus kleinere Kreuzfahrten mit Gästen anzubieten.
Für diese Fahrten erhielt das Schiff jedoch nicht die erforderliche Zulassung. Die geplanten Kreuzfahrten konnten daher nicht aufgenommen werden.
Die NORDIC STAR wurde in Dakar aufgelegt.
47 Tage zurück nach Stockholm
Im Januar 1992 begann die Rückführung von Dakar nach Stockholm.
Die Reise dauerte 47 Tage. Sie führte das verhältnismäßig kleine ehemalige Eckernförder Fahrgastschiff von der westafrikanischen Küste zurück durch den Atlantik, die Nordsee und die Ostsee nach Schweden.
Nach der Rückkehr wurde die NORDIC STAR zum Verkauf angeboten.
Umbau zum Missionsschiff ELIESER 6
Im August 1992 erwarb die Seemannsmission Laksevåg in Norwegen das Schiff.
Es erhielt den Namen ELIESER 6, das Unterscheidungssignal LEYV und Bergen als Heimathafen.
Es folgte ein umfangreicher Umbau zum Missions- und Kirchenschiff.
Ein Kirchenschiff mit 90 Kojen
Die bisherigen Gangborde an Backbord und Steuerbord wurden geschlossen und in den Innenraum einbezogen.
Dadurch konnte nahezu die gesamte Schiffsbreite für einen großen Hauptsalon genutzt werden. Dieser diente für Gottesdienste, Versammlungen, Vorträge, gemeinschaftliche Veranstaltungen und Mahlzeiten.
Auch die Aufbauten auf dem Bootsdeck wurden erweitert. Dort entstanden zusätzliche Kammern.
Nach dem Umbau verfügte die ELIESER 6 über insgesamt 90 Kojenplätze. Die Vermessung erhöhte sich durch die umfangreichen baulichen Veränderungen von ursprünglich 242 auf 367 GT.
Das äußere Erscheinungsbild des Schiffes veränderte sich erheblich. Dennoch blieb die Herkunft als ehemalige Eckernförder ANTARES I insbesondere an der Grundform des Rumpfes erkennbar.
Missionsreisen entlang der norwegischen Küste
Als ELIESER 6 wurde das Schiff für Missions-, Gesellschafts- und Gemeinschaftsfahrten entlang der norwegischen Küste eingesetzt.
Es lief zahlreiche kleine Küstenorte und Inselgemeinden an. An Bord fanden religiöse Versammlungen, Begegnungen und Freizeitveranstaltungen statt.
Die 90 Schlafplätze ermöglichten mehrtägige Reisen mit größeren Gruppen.
In dieser Funktion wurde das Schiff wesentlich länger eingesetzt als zuvor unter jedem anderen Namen.
Neue Hauptmaschinen im Jahr 2011
2011 wurden beide Hauptmaschinen ausgetauscht.
Als Ersatz kamen erneut zwei Volvo-Penta-Dieselmotoren mit jeweils 260 PS an Bord. Damit entsprach die Nennleistung wieder der ursprünglichen Motorisierung des Schiffes.
Auch die neuen Maschinen wirkten auf die vorhandene Antriebsanlage mit einer gemeinsamen Schraube.
Erneute Maschinenprobleme
Im September 2020 traten an beiden Hauptmaschinen erhebliche Probleme auf.
Die ELIESER 6 wurde für mehrere Monate auf der Solund-Werft in Norwegen aufgelegt.
Dort wurden beide Volvo-Penta-Hauptmaschinen einschließlich ihrer Getriebe erneut ausgetauscht.
Nach Abschluss der Arbeiten konnte das Schiff im Juni 2021 seine Reisen wieder aufnehmen.
Ende der Missionszeit
Nach insgesamt 33 Jahren endete 2025 die Nutzung der ELIESER 6 als Missionsschiff.
Das Schiff wurde zum Verkauf angeboten. Damit ging eine außergewöhnlich lange Einsatzzeit zu Ende, während der die ehemalige ANTARES I weite Teile der norwegischen Küste bereist hatte.
Verkauf nach Kristiansand
Am 7. August 2025 wurde die ehemalige ELIESER 6 von Bergen nach Kristiansand überführt.
Neuer Eigner wurde das Unternehmen Havrafting Sør AS unter Kai Henriksen.
Das Schiff erhielt den Namen KRISTIANSAND und Kristiansand als Heimathafen.
Damit begann nach der Zeit als Fahrgastschiff, Konferenzschiff und Missionsschiff ein weiterer Abschnitt seiner ungewöhnlichen Geschichte.
Grundüberholung in Hirtshals
Im Oktober 2025 wurde die KRISTIANSAND auf einer Werft im dänischen Hirtshals grundlegend überholt.
Die Arbeiten dienten der Vorbereitung auf den neuen Einsatz im touristischen Fahrgast- und Charterverkehr.
Nach der Überholung kam das Schiff von Kristiansand aus wieder in Fahrt.
Touristenfahrten im Schärengarten
Als KRISTIANSAND wird das Schiff für Touristen-, Gesellschafts- und Charterfahrten eingesetzt.
Zum Fahrtprogramm gehören insbesondere Tagestouren durch den Schärengarten rund um Kristiansand.
Das Fahrtgebiet ist von zahlreichen Inseln, Felsen, geschützten Buchten und engen Fahrwassern geprägt. Für diesen Einsatz sind das Bugstrahlruder und die guten Manövriereigenschaften des Schiffes weiterhin von besonderem Nutzen.
Ein außergewöhnlicher Lebenslauf
Die ehemalige ANTARES I hat seit ihrer Indienststellung mehrere grundverschiedene Aufgaben erfüllt:
- Tagesausflugsschiff
- Butterfahrtschiff
- Hochsee-Angelschiff
- Charterschiff
- Konferenzschiff
- geplantes Kreuzfahrtschiff vor Westafrika
- Missions- und Kirchenschiff
- Touristen- und Veranstaltungsschiff
Dabei führte ihr Weg von Eckernförde über Flensburg, Travemünde, Stockholm, London und Dakar nach Bergen und schließlich Kristiansand.
Nur wenige Eckernförder Fahrgastschiffe erhielten nach dem Ende ihrer örtlichen Einsatzzeit einen vergleichbar vielseitigen und langen Lebenslauf.
Bedeutung für Eckernförde
Die ANTARES I war ein besonderes Schiff in der Geschichte der Eckernförder Ausflugsschifffahrt.
Sie wurde nicht aus einem älteren Fischerei- oder Behördenfahrzeug umgebaut, sondern als modernes Kombi-Fahrgastschiff für den Einsatz ab Eckernförde in Dienst gestellt.
Ihre Einrichtungen gingen weit über die Ausstattung eines gewöhnlichen Stundenfahrtschiffes hinaus. Mit 30 Kojen, Kühlräumen, Waschräumen, Bordapotheke und Duty-free-Shop war sie auch für mehrtägige Seereisen vorbereitet.
Die Fahrten nach Bagenkop und Ærøskøbing, die mehrtägigen Angelfahrten in den Großen Belt und das am Bug geführte Eckernförder Stadtwappen machten sie zu einer weithin sichtbaren Vertreterin ihres Heimathafens.
Dass das 1980 gebaute Schiff auch Jahrzehnte später noch in Fahrt ist, unterstreicht die Qualität seiner Konstruktion. Als KRISTIANSAND setzt die ehemalige ANTARES I ihre ungewöhnliche Laufbahn an der norwegischen Südküste fort.





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