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LUDWIG PROBST

LUDWIG PROBST

Allgemeines
Name LUDWIG PROBST
Fischereikennzeichen ECKE 34
Unterscheidungssignal 1934: DDOL
ab 1949: DJQF
Eigner Wilhelm Daniel
Wilhelm & Friedrich Daniel
Friedrich und Wilhelm Daniel sen. & Friedrich Mumm
Wilhelm Daniel & Friedrich Much
Wilhelm und Friedrich Daniel, Friedrich Mumm & Friedrich Much
Typ Kielquase
Baujahr 1920
Bauort Eckernförde
Bauwerft Glasau-Werft, Eckernförde
Erbauer Ludwig Probst
Baumaterial Holz
Takelung Einmaster, Gaffelsegel & Vorsegel
Status 1960 zuletzt im Register, 1961 nicht mehr registriert
Technische Daten
Länge 10,32 m
DFA 1953 und Gröner: 10,80 m
Breite 3,46 m
Tiefgang 1,04 m
Vermessung 6,3 BRT / 1,6 NRT
auch genannt: 1,55 NRT
Maschine Bauer & Lage, Laboe, 10 PS
ab 1932: Rehbehn-GK-Motor, 25 PS

ECKE 34 LUDWIG PROBST

Herkunft und Bau

Die LUDWIG PROBST wurde 1920 auf der Glasau-Werft in Eckernförde gebaut. Es handelte sich um eine hölzerne Kielquase, ursprünglich als einmastiges Segelschiff geführt.

Der Kutter war nach seinem Erbauer Ludwig „Lüder“ Probst benannt. Probst war Bootsbaumeister auf der Glasau-Werft.

Der Bau des Bootes ist durch die Aufzeichnungen des Eckernförder Fischers Fiete Daniel überliefert. Fiete Daniel hielt den Bau des neuen Bootes in seinen Erinnerungen fest. Die LUDWIG PROBST war später sein Kutter.

Technische Angaben

Die Vermessung betrug 6,3 BRT und 1,6 NRT; vereinzelt wird auch 1,55 NRT genannt. Die Maße werden mit 10,32 × 3,46 × 1,04 m angegeben. Im DFA 1953 und bei Gröner erscheint dagegen eine Länge von 10,80 m.

Als Antrieb diente zunächst ein 10-PS-Motor von Bauer & Lage aus Laboe. 1932 erhielt der Kutter einen 25-PS-Glühkopfmotor von Rehbehn aus Eckernförde.

Eigner und Registereinträge

Im Deutschen Seefischerei-Almanach ist die LUDWIG PROBST von 1929 bis 1931 unter Wilhelm Daniel aus Eckernförde verzeichnet. Die Länge wird dort mit 10,20 m angegeben, der Motor mit Bauer, 10 PS.

Im Deutschen Fischerei-Almanach von 1929 erscheinen W. und Fr. Daniel sowie Fr. Mumm jr. als Eigner. Die Motorleistung beträgt zunächst 10 PS. Von 1933 bis 1939 wird ein Motor mit 25 PS genannt.

In den Handbuch- beziehungsweise Registerangaben erscheinen außerdem Friedrich und Wilhelm Daniel sen. sowie Friedrich Mumm aus Eckernförde.

1951 ist im Deutschen Seefischerei-Almanach Wilhelm Daniel mit einer Länge von 10,32 m und einem 25-PS-Rehbehn-Motor verzeichnet. Im Deutschen Fischerei-Almanach von 1951 werden Wilhelm Daniel und Friedrich Much genannt.

1952 erscheinen Wilhelm und Friedrich Daniel, Friedrich Mumm und Friedrich Much. 1953 werden Wilhelm und Friedrich Daniel sowie Friedrich Mumm genannt; die Länge wird nun mit 10,80 m angegeben.

Der Name LUDWIG PROBST ist im DFA erstmals 1954 ausdrücklich verzeichnet.

Kriegseinsatz

Am 12. August 1940 wurde die LUDWIG PROBST im Rahmen des Kriegsmarine-Unternehmens „Seelöwe“ herangezogen.

Am 11. September 1940 wurde sie mit Transport 536 von Emden aus weitergeführt; das Ziel ist in den vorliegenden Notizen nicht eindeutig lesbar.

Am 25. November 1940 wurde der Kutter zurückgegeben.

Letzte Nachweise

1953 war die LUDWIG PROBST noch vorhanden. 1957 wurde das Unterscheidungssignal entzogen.

Von 1958 bis 1972 erscheint das Fahrzeug nicht im Handbuch beziehungsweise in der Amtlichen Liste, da es unter 17,65 BRT beziehungsweise unter 50 cbm lag.

1960 war der Kutter noch im Fischereiregister verzeichnet. 1961 war er nicht mehr registriert.

Den Bau dieses Bootes auf der Eckernförder Glasau-Werft hat Fiete Daniel in seinen Tagebüchern detailliert festgehalten. Er war von zahlreichen Auseinandersetzungen mit dem starrsinnigen Werfteigner Fritz Glasau geprägt, der das Boot partout nicht in der von den Daniels bestellten Größe bauen wollte. Nur Glasaus kompetentem Bootsbaumeister Ludwig Probst ist es zu verdanken, dass der Bau schließlich gelang. Aus Dankbarkeit tauften die Daniels das Boot später tatsächlich auf seinen Namen! Ein in der Schiffbaugeschichte sicherlich ungewöhnlicher Vorgang. - Martin Hüdepohl

Bildnachweise und Identifizierung

Vorn rechts liegt ECKE 34 LUDWIG PROBST, in der Mitte ECKE 11 KRONSORT, hinten ECKE 12 INGEBORG; deren Fischereikennzeichen ist unten etwas beschädigt. Nach Aussage von Bernd Gradlowski entstand die Aufnahme Anfang der 1940er Jahre. Ralf Trümner betont, dass der Hafen nicht Eckernförde ist.
Wahrscheinlich liegt ECKE 34 LUDWIG PROBST vorn innen, soweit das Fischereikennzeichen zu erkennen ist. Außen ist möglicherweise eine 14 lesbar. In den hinteren Positionen identifizierte Ralf Trümner anhand der Fensteranordnung innen ECKE 11 KRONSORT und außen ECKE 5 ANNEMARIE.
ECKE 34 LUDWIG PROBST auf einer Kutterregatta. Die zwei „Hörner“ am Bug sind Davits für das Treibnetz.

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