PETER VON DANZIG II
| Allgemeines | |
|---|---|
| Name | KFK 519 ab 1946: KARIN-CHRISTA später PETER VON DANZIG II |
| Fischereikennzeichen | KIE 717 ab 09.1954: SO 251 ab 08.1959: SH 15 |
| Unterscheidungssignal | DKIS |
| Eigner / Betreiber | E. Rathke & W. Koske, Kiel (Charter) H. & G. Repenning, Kiel H. Repenning, Heiligenhafen Reederei Willy Freter, Heiligenhafen Walter Puhlmann, Eckernförde |
| Typ | Kriegsfischkutter später Fischkutter später Angelkutter / Stundenfahrtschiff |
| Baunummer | KFK 519 |
| Baujahr | Juli 1944 |
| Bauwerft | Ernst Burmester Schiffswerft, Swinemünde |
| Status | Verbleib unbekannt |
| Technische Daten | |
| Vermessung | 67 GT |
| Maße | 24,00 × 6,40 × 2,50 m |
| Maschine | Modag 120 PS später Modag 180 PS ab 1976 Deutz 320 PS (luftgekühlt) |
| Fahrgastzulassung | als KFK-Stundenfahrtschiff maximal 50 Fahrgäste |
PETER VON DANZIG II
Die PETER VON DANZIG II war der ehemalige Kriegsfischkutter KFK 519. Nach ihrer Nutzung durch die Kriegsmarine und einer anschließenden Verwendung als Fischkutter unter dem Namen KARIN-CHRISTA wurde sie Mitte der 1970er Jahre zum Angelkutter umgebaut. Anfang der 1980er Jahre war sie mehrere Jahre für Stundenfahrten in Eckernförde im Einsatz.
Kriegseinsatz
Der Kutter wurde im Juli 1944 auf der Ernst Burmester Schiffswerft in Swinemünde gebaut.
Die Maße betrugen 24,00 × 6,40 × 2,50 m, die Vermessung 67 GT. Als Hauptmaschine war zunächst ein Modag-Dieselmotor mit 120 PS eingebaut.
Ab August 1944 stand der Kutter als HOe 3 bei der 6. Marine-Ersatzabteilung Hörnum / Sylt im Dienst der Kriegsmarine.
1945 fiel KFK 519 als britische Beute in alliierte Hände.
KARIN-CHRISTA
1946 wurde der Kutter zum Fischereifahrzeug umgebaut und erhielt den Namen KARIN-CHRISTA sowie das Fischereikennzeichen KIE 717.
Der Umbau zum Fischkutter erfolgte auf der Nobiskrug-Werft in Rendsburg.
Das Schiff fuhr zunächst in Charter für E. Rathke und W. Koske aus Kiel.
Ab September 1954 wurde der Kutter als SO 251 KARIN-CHRISTA für H. & G. Repenning aus Kiel geführt. Das Unterscheidungssignal lautete DKIS.
Zu dieser Zeit erhielt das Schiff einen stärkeren Modag-Dieselmotor mit 180 PS.
1955 wurde der Heimathafen nach Heiligenhafen verlegt.
Ab August 1959 fuhr der Kutter als SH 15 KARIN-CHRISTA für H. Repenning in Heiligenhafen.
Umbau zum Angelkutter
Im November 1975 wurde die KARIN-CHRISTA als Fischkutter außer Dienst gestellt.
Anschließend erfolgte der Umbau zum Angelkutter PETER VON DANZIG II.
Dabei erhielt das Schiff einen neuen luftgekühlten Deutz-Dieselmotor mit 320 PS.
Ab Juli 1976 wurde der Kutter als PETER VON DANZIG II von der Reederei Willy Freter in Heiligenhafen betrieben.
Einsatz in Eckernförde
Anfang 1980 kam die PETER VON DANZIG II nach Eckernförde.
Zunächst fuhr sie in Charter für Walter Puhlmann.
Ab Mai 1982 war Walter Puhlmann selbst Eigner des Schiffes. Heimathafen war nun Eckernförde.
Die PETER VON DANZIG II wurde ausschließlich für Stundenfahrten von Eckernförde aus eingesetzt und gehörte in den frühen 1980er Jahren zu den bekannten Ausflugsschiffen des Hafens.
Für solche Stundenfahrten war ein KFK damals für maximal 50 Fahrgäste zugelassen. In den Sommermonaten, wenn an der Gangway großer Andrang herrschte, wurden gelegentlich auch bis zu 70 Fahrgäste aufgenommen. Dabei wurde mitunter ein Auge zugedrückt.
Die Fahrgäste wurden an der Gangway gezählt. Für jeden Fahrgast mussten die Betreiber damals 50 Pfennig an die Stadt Eckernförde abführen.
In den Wintermonaten, der sogenannten „Saure-Gurken-Zeit“, wurde bei weniger als zehn Fahrgästen nicht abgelegt. Dann wurde zunächst weiter gesammelt oder die Fahrgäste wurden auf andere Fahrzeuge verwiesen.
Letzte Jahre
1986 wurde der Kutter in Eckernförde aufgelegt.
1987 erfolgte die Verlegung nach Arnis, wo das Schiff ebenfalls aufgelegt wurde.
Anfang der 1990er Jahre befand sich nur noch der Rumpf des ehemaligen KFK in der Werfthalle der Eberhardt-Werft in Arnis.
Dort wurde der Rumpf mit glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) überzogen.
Der weitere Verbleib des ehemaligen KFK 519 ist bislang unbekannt.


Diskussion
Für die Stundenfahrten war ein KFK damals für Maximal 50 Fahrgäste zugelassen. In den Sommermonaten wenn an der Gangway so ein Andrang war, wurden auch mal bis zu 70 Fahrgäste aufgenommen. Da wurde auch mal ein Auge zu gedrückt. Die Fahrgäste wurden an der Gangway gezählt. Für jeden Fahrgast mussten damals die Betreiber 50 Pfennig an die Stadt Eckernförde abführen. In den Wintermonaten „Saure Gurken Zeit“ wurde unter 10 Fahrgäste nicht abgelegt. Da wurde erstmal gesammelt. Oder auf andere Fahrzeuge verwiesen.