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kutter:ecke_44_tine_richter

TINE RICHTER

TINE RICHTER

Allgemeines
Name TINE RICHTER
später WANGENSTEIN
PIRAT
MENTOR II
BALTIC LADY II
PERLA BALTYKU
JASTRAB D
ALI BABA
CZERNY PIRAT
zuletzt wieder BALTIC LADY II
Fischereikennzeichen ECKE 44
SO 296
SK 4
NC 446
Unterscheidungssignal 1945: DVDF
ab 1954: DKQC
Eigner Gottfried Mahrt
Fischerei-Genossenschaft Kiel
C. Kublinski
Fa. W. Sellschop
K. Böhnke
E. Heitmann
B. Detzkeit
H. A. Reymers
Wangenstein Seetouristik KG GmbH & Co
U. & D. Schymura, Kappeln
Typ KFK
Fischkutter
später Sportangelfahrzeug
später Privatkutter
später Angel- und Charterschiff
Baunummer KFK 113
Baujahr Juli 1943
Bauwerft Rödesund Varv, Karlberg, Schweden
Status 08.08.2024 als BALTIC LADY II am Liegeplatz in Ustka vollgelaufen und gesunken
gehoben und an Land gesetzt
Totalverlust
Technische Daten
Länge ursprünglich 24,00 m
später laut Eintrag 16,75 m
Breite 6,40 m
Tiefgang 2,50 m
Vermessung 68 GT
Maschine Bukh, 125 PS
ab 1958: Modag, 180 PS
Umbauten Siegfried-Werft, Eckernförde
Werft Behrens, Hamburg-Finkenwerder

ECKE 44 TINE RICHTER

Hinweis zu den Almanach-Einträgen

In DSFA und DFA gibt es für ECKE 44 offenbar fehlerhafte beziehungsweise irreführende Einträge.

Von 1951 bis 1956 erscheint dort HELMA, ECKE 44, unter G. Mahrt mit einer Länge von 16,75 m. Von 1957 bis 1960 folgt SÖTE DEERN, ebenfalls mit 16,75 m und unter Gottfried Mahrt.

Diese Einträge gehören nach den vorliegenden Angaben nicht zum hier behandelten Lebenslauf der TINE RICHTER. Bis 1975 erscheint danach keine weitere ECKE 44.

Bau und Kriegseinsatz

Die TINE RICHTER war der KFK 113. Gebaut wurde der Kriegsfischkutter im Juli 1943 bei Rödesund Varv in Karlberg, Schweden.

Die ursprünglichen Maße betrugen 24,00 × 6,40 × 2,50 m. Die Vermessung lag bei 68 GT. Als Antrieb diente zunächst ein Bukh-Motor mit 125 PS.

Im Juli 1943 wurde der Kutter dem MOK Norwegen unterstellt. Er war in Kirkenes als NKi 25 eingesetzt.

Später fuhr der KFK unter der Kennung V 6725. Im August 1944 war er als V 6715 in Fahrt.

Bei Kriegsende befand sich der Kutter in Stockmarknes. 1945 wurde er britische Beute. Das Unterscheidungssignal lautete DVDF.

Eckernförder Zeit als TINE RICHTER

Im Oktober 1946 kam der ehemalige KFK in Charter für Gottfried Mahrt aus Eckernförde.

Er wurde als ECKE 44 TINE RICHTER in Eckernförde geführt. Der Umbau zum Fischkutter erfolgte auf der Siegfried-Werft in Eckernförde.

Von Oktober 1946 bis 1948 fuhr der Kutter unter Gottfried Mahrt in Eckernförde.

1950 war das Schiff aufgelegt.

Verkauf und WANGENSTEIN

Im September 1953 kam der Kutter zur Fischerei-Genossenschaft Kiel.

Nach britischer Akte wurde er im Oktober 1954 durch TNC an C. Kublinski verkauft. Anschließend erfolgte ein Umbau auf der Werft Behrens in Hamburg-Finkenwerder.

Ab 1954 ist das Unterscheidungssignal DKQC belegt.

Im Februar 1955 kam das Schiff zur Fa. W. Sellschop.

Im Juni beziehungsweise August 1955 wurde es als SO 296 WANGENSTEIN in Strande unter K. Böhnke geführt.

Im Mai 1957 kam der Kutter zu E. Heitmann nach Laboe.

1958 erhielt der Kutter eine Modag-Maschine mit 180 PS.

Im November 1959 wurde er als SK 4 geführt. Das Kennzeichen ist auf dem überlieferten Bild unten am Schiff erkennbar.

SK 4 WANGENSTEIN, ex TINE RICHTER, KFK 113, im Hafen Eckernförde / Borby bei der Siegfried-Werft, etwa 1960. Das Bild ist ein stark vergrößerter Ausschnitt aus einer alten Postkarte von 1968.

Weitere Fischereizeit und Umbau zum Angelkutter

Im April 1961 erhielt das Schiff das Fischereikennzeichen NC 446 unter B. Detzkeit.

Im April 1967 wird H. A. Reymers als Eigner genannt.

Im Dezember 1975 wurde der Kutter außer Dienst gestellt.

Im Mai 1976 wurde er verkauft und als Sportangelfahrzeug von der Wangenstein Seetouristik KG GmbH & Co betrieben.

Im September 1976 wurde der ehemalige KFK zum Angelkutter PIRAT mit Heimathafen Burgstaaken.

MENTOR II und Polen

Im Dezember 1989 erfolgte der Umbau zum Privatkutter MENTOR II. Eigner waren U. und D. Schymura aus Kappeln. Der Liegeplatz befand sich in Kappeln.

2004 wurde der Kutter nach Polen verkauft und zum Angel- und Charterschiff umgebaut.

Dort fuhr er als BALTIC LADY II mit Heimathafen Ustka, Polen.

2014 ist das Schiff zunächst in Ustka / Stolpmünde und danach in Władysławowo / Großendorf nachweisbar. Es trug dort nacheinander die Namen PERLA BALTYKU, JASTRAB D, ALI BABA und ab Juni 2014 CZERNY PIRAT.

Bis vor dem Untergang lief der KFK wieder unter dem Namen BALTIC LADY II mit Heimathafen Ustka.

Untergang in Ustka

2023 wurde der inzwischen desolate KFK im Hafen von Ustka aufgelegt.

Am 8. August 2024 lief die BALTIC LADY II an ihrem Liegeplatz in Ustka voll und sank.

Der ehemalige KFK 113 wurde anschließend gehoben und an Land gesetzt. Das Schiff gilt als Totalverlust.

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kutter/ecke_44_tine_richter.txt · Zuletzt geändert: von martin