KADEKER
| Allgemeines | |
|---|---|
| Name | KADEKER |
| Einsatzfahrzeug | V 77010 |
| Funkrufname | Florian Rendsburg 11/78-01 |
| Betreiber | Freiwillige Feuerwehr Eckernförde |
| Typ | Mehrzweck- und Ölwehrboot Feuerwehrboot Eisbrechboot |
| Baujahr | 2001 |
| Bauwerft | Manfred Zappe „De lütte Werft“, Eckernförde |
| Bauweise | Aluminium |
| Heimathafen | Eckernförde |
| Liegeplatz | Eckernförder Binnenhafen |
| Status | 2011 außer Dienst gestellt 2012 nach Rendsburg verlegt weiterer Verbleib unbekannt |
| Technische Daten | |
| Vermessung | 2,5 GT |
| Länge | 8,80 m |
| Breite | 3,30 m |
| Tiefgang | 1,20 m |
| Maschine | Cummins 120 PS |
| Geschwindigkeit | 9 kn |
| Pfahlzug | 1 t |
KADEKER
Die KADEKER war das erste und zugleich letzte Feuerwehrschiff mit Heimathafen Eckernförde.
Das speziell für unterschiedliche Einsatzaufgaben gebaute Aluminiumboot gehörte zur Freiwilligen Feuerwehr Eckernförde. Es wurde als Mehrzweck- und Ölwehrboot, für Feuerwehreinsätze auf dem Wasser und als Eisbrechboot eingesetzt.
Sein fester Liegeplatz befand sich im Eckernförder Binnenhafen.
Bau in Eckernförde
Die KADEKER wurde 2001 bei Manfred Zappe auf der Eckernförder Werft „De lütte Werft“ gebaut.
Damit war sie nicht nur in Eckernförde stationiert, sondern auch ein echtes Eckernförder Werftprodukt.
Der Rumpf bestand vollständig aus Aluminium. Das robuste und vergleichsweise leichte Material eignete sich besonders für ein Einsatzboot, das schnell verfügbar sein und auch bei schwierigen Bedingungen eingesetzt werden musste.
Die Maße betrugen 8,80 × 3,30 × 1,20 m, die Vermessung 2,5 GT.
Antrieb und Leistungsdaten
Als Hauptmaschine diente ein Cummins-Dieselmotor mit 120 PS.
Die Höchstgeschwindigkeit betrug etwa 9 Knoten.
Besonders wichtig für die Arbeit als Mehrzweck- und Ölwehrboot war der hohe Schub bei niedriger Geschwindigkeit. Der angegebene Pfahlzug von einer Tonne bezeichnet die Zugkraft, die das Boot bei festgehaltenem Rumpf entwickeln konnte.
Dadurch eignete sich die KADEKER zum Schleppen kleinerer Fahrzeuge, zum Halten von Ölsperren und für Arbeiten gegen Wind, Strömung und Eis.
Aufgaben als Mehrzweckboot
Die KADEKER war nicht nur als gewöhnliches Feuerwehrboot ausgelegt. Sie sollte mehrere Aufgaben im Hafen und auf der Eckernförder Bucht übernehmen.
Zu ihren Einsatzbereichen gehörten:
- Brandbekämpfung auf und am Wasser
- Unterstützung bei Schiffs- und Hafenbränden
- Aufnahme und Ausbringung von Ölsperren
- Einsätze bei Gewässerverunreinigungen
- technische Hilfeleistung
- Schlepp- und Sicherungsarbeiten
- Eisbrechen im Hafen
- Unterstützung bei Personenrettungen auf dem Wasser
Die Bezeichnung als Mehrzweck-Ölwehrboot verweist insbesondere auf die Aufgabe, bei ausgelaufenem Kraftstoff oder Öl eine weitere Ausbreitung im Hafenbecken und in der Bucht zu verhindern.
Feuerwehrboot
Als Feuerwehrboot konnte die KADEKER Einsatzstellen erreichen, die von Land aus nur schwer oder überhaupt nicht zugänglich waren.
Dazu gehörten brennende oder havarierte Schiffe, Anlagen an der Hafenpier und Bereiche innerhalb des Hafenbeckens.
Das Boot konnte außerdem als Arbeitsplattform für Einsatzkräfte dienen und Material zu einer Einsatzstelle transportieren.
Eisbrechboot
Eine weitere Aufgabe war das Freihalten von Fahrwegen bei Eisgang.
Durch den stabilen Aluminiumrumpf, die vergleichsweise breite Bauform und den hohen Schub konnte die KADEKER dünnere Eisdecken im Binnenhafen aufbrechen und somit Zufahrten des Hafenbeckens von Eis freihalten.
Einsatzkennung und Funkrufname
Die KADEKER wurde als Einsatzfahrzeug unter der Kennung V 77010 geführt.
Der Funkrufname lautete:
Florian Rendsburg 11/78-01
„Florian“ ist der in Deutschland gebräuchliche Funkrufname für Fahrzeuge der Feuerwehr. Die weiteren Zahlen dienten der regionalen und taktischen Zuordnung des Bootes.
Bedeutung des Namens
Der Name KADEKER ist eine alte beziehungsweise mundartliche Bezeichnung für das Eichhörnchen.
Das Eichhörnchen ist das Wappentier der Stadt Eckernförde. Es erscheint im Stadtwappen über einem gemauerten Turm.
Mit dem Namen KADEKER erhielt das Boot somit einen besonders engen Bezug zu seinem Bau-, Einsatz- und Heimathafen Eckernförde.
Außerdienststellung
Im Jahr 2011 wurde die KADEKER bei der Freiwilligen Feuerwehr Eckernförde außer Dienst gestellt.
Damit endete bereits nach etwa zehn Jahren die Geschichte des einzigen eigentlichen Feuerwehrschiffes der Stadt.
2012 wurde das Boot nach Rendsburg verholt.
Der weitere Verbleib der KADEKER ist bislang nicht bekannt.



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