ANNEMARIE
| Allgemeines | |
|---|---|
| Name | ANNEMARIE ab 1962: JENS-OTTO |
| Fischereikennzeichen | TRA 31 ab 1954: SO 245 ab 1959: SL 36 ab 1963: LAB 40 ab 2007: ECKE 43 |
| Unterscheidungssignal | 1952: DKJJ |
| Eigner | Fritz Sachtleber ab 1962: Otto Grütz ab 1981: Armin Grütz ab 2007: Jens-Peter Mahrt ab 2009: Seewolf Fischerei-Ges. mbH ab 2010: Vereinigte Fischereigesellschaft bürgerlichen Rechts ab 2011: Viktoria Fischereigesellschaft mbH ab 2015: Jan Kurzweg |
| Typ | Fischkutter |
| Baujahr | 1952 |
| Bauwerft | Yacht- und Bootswerft Ernst Evers, Niendorf |
| Register | SSR 1145 |
| Status | 2018 in Cuxhaven gesunken, gehoben und abgewrackt |
| Technische Daten | |
| Länge | 16,68 m Registerlänge: 15,11 m ab 1995 Registerlänge: 15,70 m |
| Breite | 5,42 m |
| Tiefgang | 2,24 m ab 1995: 2,86 m |
| Seitenhöhe | 3,00 m |
| Vermessung | 35 BRT / 9 NRT ab 1995: BRZ 40 / NRZ 12 |
| Maschine | KHD, 150 PS ab 1989: MWM, 300 PS / 220 kW ab 1995: 179 kW |
| Geschwindigkeit | 8 kn |
| Besatzung | 3 Mann |
ECKE 43 ANNEMARIE
Bau und frühe Jahre
Die ANNEMARIE wurde 1952 auf der Yacht- und Bootswerft Ernst Evers in Niendorf gebaut. Der Kutter wurde im Seeschiffsregister unter SSR 1145 geführt.
Die ursprüngliche Vermessung betrug 35 BRT und 9 NRT. Die Maße werden mit 16,68 / 15,11 × 5,42 × 2,24 m angegeben; 15,11 m ist die Registerlänge. Die Seitenhöhe betrug 3,00 m. Nach Spiering lauten die Maße 16,50 × 5,40 × 2,20 m.
Als Antrieb diente zunächst ein 150-PS-KHD-Motor. Die Geschwindigkeit betrug etwa 8 kn, die Besatzung drei Mann.
Am 29. Juli 1952 wurde der Kutter als TRA 31 ANNEMARIE unter Fritz Sachtleber in Lübeck-Travemünde geführt. Das Unterscheidungssignal lautete DKJJ.
Im Juli 1954 erhielt das Schiff das Fischereikennzeichen SO 245. Im November 1959 wurde es als SL 36 ANNEMARIE geführt.
JENS-OTTO
Am 24. August 1962 wurde der Kutter in JENS-OTTO umbenannt. Eigner war nun Otto Grütz aus Laboe; das Fischereikennzeichen blieb zunächst SL 36.
Am 13. März 1963 erhielt die JENS-OTTO das Kennzeichen LAB 40.
1981 wird Armin Grütz aus Laboe als Eigner genannt. 1989 erhielt der Kutter einen 300-PS-MWM-Motor mit 220 kW.
Am 31. Juli 1995 erfolgte eine Neuvermessung: BRZ 40, NRZ 12, Maße 16,68 / 15,70 × 5,42 × 2,86 m, Motorleistung 179 kW.
Eckernförder Zeit
Am 3. Mai 2007 kam die JENS-OTTO nach Eckernförde. Eigner wurde Jens-Peter Mahrt, das neue Fischereikennzeichen lautete ECKE 43.

Verkauf nach Cuxhaven und Ende
Am 26. März 2009 wurde der Kutter an die Seewolf Fischerei-Gesellschaft mbH in Cuxhaven verkauft, dorthin verlegt und aufgelegt.
Am 1. Juli 2010 erfolgte der Verkauf an die Vereinigte Fischereigesellschaft bürgerlichen Rechts in Cuxhaven. Der Heimathafen wurde wieder nach Eckernförde zurückverlegt.
Am 16. Mai 2011 wurde das Schiff an die Viktoria Fischereigesellschaft mbH in Cuxhaven verkauft und blieb aufgelegt.
Im Oktober 2015 kaufte Jan Kurzweg den Kutter. Geplant war ein Umbau zur Motoryacht; im Juni 2017 war dieser Zustand weiterhin unverändert.
Nach Recherchen von Heiko Horstmann aus Cuxhaven sank die JENS-OTTO am 20. September 2018 in Cuxhaven, wurde gehoben und anschließend abgewrackt.
Bauwerft-Frage
Bei späteren Recherchen stellte sich die Frage, welche Werft die ANNEMARIE beziehungsweise spätere JENS-OTTO tatsächlich gebaut hatte.
Das Seeschiffsregister SSR 1145 nennt für 1952 die Yacht- und Bootswerft Ernst Evers in Niendorf. Dieselbe Angabe findet sich im Register der OSTSEEKUTTER von Dirk Spiering. Auch das Handbuch für Seeschiffe nach Horstmann nennt die Evers-Werft in Niendorf.
Die Behauptung, die ANNEMARIE sei bei Dornquast in Travemünde gebaut worden, lässt sich daher höchstens so einordnen, dass der Bau dort möglicherweise begonnen, aber bei Evers vollendet wurde. Die Werft Dornquast war bis 1946 in Stralsund und ab 1950 als Bootswerft in Heiligenhafen tätig. Als gesicherter Dornquast-Bau ist in diesem Zusammenhang nur der Kutter HEIMAT, ECKE 80, mit dem Unterscheidungssignal DJVC bekannt.






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