GERTRUD
| Allgemeines | |
|---|---|
| Name | GERTRUD später SEEROSE |
| Fischereikennzeichen | TRA 11 SO 217 LAB 7 ECKE 6 ECKE 10 ab 23.10.1978: SC 12 |
| Unterscheidungssignal | DRFJ ab 1949: DJXQ |
| Eigner | Wilhelm J. F. Schmöde Kurt H. G. Böhnke Horst Gradlowski Siegfried Dröse ab 23.10.1978: H. H. Lüth ab 12.1980: W. Ehlers ab 12.1982: Günter Brodersen |
| Typ | Fischkutter später Sportangelkutter zuletzt Freizeitkutter |
| Baujahr | 1941 |
| Bauwerft | Evers-Werft, Niendorf |
| Bauart | Mahagoni |
| Status | Dezember 1982 bei der Überführung von Büsum nach Stade in der Nordsee verschollen |
| Technische Daten | |
| Länge | 15,80 m (Vermessungslänge 14,10 m) später 15,75 m |
| Breite | 4,78 m |
| Tiefgang | 2,02 m |
| Vermessung | 25 BRT / 8 NRT später 70 cbm / 23 cbm |
| Maschine | HMG 90 PS MAK 120 PS (ab 1951) Mercedes-Benz 150 PS (ab 1970) |
| Geschwindigkeit | 8 kn |
| Besatzung | 3 Mann |
ECKE 6 GERTRUD
Geschichte
Die GERTRUD wurde zwischen März und Juni 1941 auf der Evers-Werft in Niendorf aus Mahagoni gebaut.
Am 5. Juni 1941 wurde der Kutter als TRA 11 GERTRUD für Wilhelm J. F. Schmöde in Travemünde registriert.
Am 3. April 1944 übernahm die Kriegsmarine das Schiff als Arbeitsboot 35 der Netzsperrflottille Mitte in Kiel. Bereits am 17. Oktober 1945 wurde die GERTRUD an ihren Eigner zurückgegeben.
1954 wechselte der Heimathafen nach Neustadt. Das Schiff wurde als SO 217 GERTRUD geführt. Noch im selben Jahr wurde der Kutter an Kurt H. G. Böhnke verkauft.
Seit 1959 war das Schiff als LAB 7 GERTRUD in Laboe registriert.
1965 erhielt die GERTRUD das Fischereikennzeichen ECKE 6. Eigner war Horst Gradlowski aus Eckernförde.
Ab 1970 wurde Siegfried Dröse als Eigner geführt. In dieser Zeit erhielt die GERTRUD eine Mercedes-Benz-Maschine mit 150 PS.
Verkauf nach Büsum
Am 7. April 1978 wurde die GERTRUD verkauft.
Am 23. Oktober 1978 wurde der Kutter als SC 12 SEEROSE in Büsum registriert. Eigner war H. H. Lüth aus Büsum.
1980 wurde die SEEROSE außer Dienst gestellt und in Büsum aufgelegt.
Im Dezember 1980 wurde das Schiff als Sportangelkutter SEEROSE in Büsum geführt. Eigner war nun W. Ehlers aus Büsum.
Im Dezember 1982 wurde die SEEROSE als Freizeitkutter an Günter Brodersen aus Stade verkauft.
Seeunfall im Dezember 1982
Bei der Überführung der SEEROSE von Büsum nach Stade verschwand der Kutter im Dezember 1982 bei dichtem Nebel auf der Nordsee.
Das Schiff war ohne Radar und Funk unterwegs. Eigner Günter Brodersen und sein Sohn Dieter Brodersen blieben auf See.
Günter Brodersen wurde sechs Tage später vor dem Westerkoog bei Büsum angespült. Sein Sohn Dieter wurde drei Monate später auf der Elbe geborgen.
Von der SEEROSE wurden später nur einige Wrackteile gefunden.
1984 wurde das Schiff aus der Amtlichen Liste gestrichen.









Diskussion
Es ist noch nicht geklärt, wann Gertrud ECKE 6 und wann ECKE 10 war.