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kutter:ecke_43_reni

RENI

RENI

Allgemeines
Name RENI
Fischereikennzeichen SAG 33
LUF 74
TRA 29
ab 1956: ECKE 43
später ECKE 14
Unterscheidungssignal 1938: DBAA
ab 1949: DJZW
Eigner Otto Wiskow
Fr. Wiskow
Gottfried Mahrt, Christian Rehse & Heinrich Hopp jr.
Gottfried Mahrt
Günter Klatt
Günter & H. Klatt
später Sonja Schaffelhuber
Typ Fischkutter
Baujahr August 1938
Bauort Wollin
Bauwerft vermutlich G. Döpke oder Manthei
Bauweise kraweel
Besonderheit senkrechter Vorsteven
Register SSR 996
Status ca. 1991 in der Flensburger Förde gesunken, später abgebrochen
Technische Daten
Länge 14,39 m
laut SSR: 14,40 m
ab 1977: 14,99 m
Breite 4,93 m
laut SSR: 4,90 m
ab 1977: 4,94 m
Tiefgang 1,83 m
laut SSR: 1,80 m
Vermessung 24 BRT / 9 NRT
später: BRZ 68 / NRZ 27
ab 1977: 27 BRT / 7 NRT
Maschine DW Kiel, 80 PS
ab 1951: MaK, 90 PS\\ab 1976: Mercedes-Benz 150 PS
Geschwindigkeit 8 kn
Besatzung 2–4 Mann

ECKE 43 RENI

Herkunft

Die RENI wurde im August 1938 in Wollin gebaut. Als Bauwerft kommen nach den vorliegenden Angaben G. Döpke oder Manthei in Betracht. Der Kutter war kraweel gebaut und hatte einen markanten senkrechten Vorsteven.

Ursprünglich fuhr das Schiff als SAG 33 RENI unter Otto Wiskow in Sager am Stettiner Haff, heute Zagorze in Polen. Im Deutschen Fischerei-Almanach von 1939 ist dieser Eintrag nachgewiesen.

Die Vermessung betrug zunächst 24 BRT und 9 NRT, später erscheinen BRZ 68 und NRZ 27. Die Maße werden mit 14,39 × 4,93 × 1,83 m angegeben; laut Seeschiffsregister 14,40 × 4,90 × 1,80 m.

Als Antrieb diente zunächst ein 80-PS-DW-Kiel-Motor. 1951 erhielt der Kutter einen 90-PS-MaK-Motor. Die Geschwindigkeit betrug etwa 8 kn, die Besatzung zwei bis vier Mann.

Kriegseinsatz und Travemünde

Am 14. September 1939 wurde die RENI von der Kriegsmarine als Lotsenversetzboot Sund beim Sperrlotsenverband Ost eingesetzt.

Ab 1. August 1940 gehörte sie zum Bewachungsverband Ostseezugänge.

1942 erscheint der Kutter bei der Hafenschutzflottille Westliche Ostsee. Am 12. Dezember 1943 wurde er als Vs 540 geführt.

Am 17. Oktober 1945 erfolgte die Rückgabe. 1945/46 war die RENI als LUF 74 unter Otto Wiskow in Travemünde verzeichnet.

Am 6. Januar 1949 wurde sie als TRA 29 RENI mit Heimathafen Lübeck-Travemünde geführt. Ab 1949 lautete das Unterscheidungssignal DJZW.

Am 19. Dezember 1955 wird Fr. Wiskow in Travemünde als Eigner genannt. Am 17. Juli 1956 wurde der Kutter verkauft.

Eckernförder Zeit als ECKE 43

Am 28. August 1956 kam die RENI nach Eckernförde und erhielt das Fischereikennzeichen ECKE 43. Eigner waren Gottfried Mahrt, Christian Rehse und Heinrich Hopp jr.

Im Deutschen Fischerei-Almanach wurde der Kutter von 1958 bis 1962 irrtümlich als SÜDSTRAND geführt. 1961 erscheint Gottfried Mahrt als Eigner. 1963 wird das Schiff im DFA wieder korrekt als RENI eingetragen.

1976 kam die RENI zu Günter Klatt in Eckernförde. Im selben Jahr erhielt sie eine neue Maschine von 150 PS.

1977 erfolgte eine neue Vermessung mit 27 BRT und 7 NRT sowie Maßen von 14,99 × 4,94 × 1,83 m.

ECKE 43 RENI bei einer Kutterregatta nach 1963. Die Aufnahme zeigt den kraweel gebauten Kutter mit seinem senkrechten Vorsteven in der Eckernförder Zeit. Bild: Heimatgemeinschaft Eckernförde.
ECKE 43 RENI im Jahr 1975. Die Datierung ergibt sich aus dem kleinen Zollhäuschen neben dem Bus. Bild: Heimatgemeinschaft Eckernförde.

ECKE 14 und letzte Jahre

1985 wurde die RENI als ECKE 14 unter Günter & H. Klatt geführt.

Dirk Spiering wurde später zur Frage befragt, ob die RENI tatsächlich das Fischereikennzeichen ECKE 14 getragen habe. In einer Mail vom 10. März 2015 verwies er auf den Lebenslauf nach Abert / Seeschiffsregister mit denselben Eignern wie im DFA. Danach kann davon ausgegangen werden, dass die RENI das Kennzeichen ECKE 14 geführt hat.

Zwischen 1986 und 1990 wurde der Kutter an Sonja Schaffelhuber aus Erlangen verkauft.

Um 1991 sank die RENI in der Flensburger Förde, nahe der Ochseninseln auf dänischer Seite. Angeblich wurde sie gehoben, anschließend in Flensburg an Land gestellt und später abgebrochen.

Im Februar 1992 war das Schiff nicht mehr im Seeschiffsregister verzeichnet.

Weitere Hinweise

Nach Angaben von Bernd Gradlowski führte Günter Klatt mit der RENI auch Begleit- und Sicherungsfahrten für die Eckernförder Marine im Kranzfelder Hafen durch.

Die RENI war außerdem der letzte Eckernförder Kutter, der um 1983 gemeinsam mit einigen Kappelner Kuttern im Konvoi Bornholm anlief, um dort nach Dorsch zu schleppen. Zu dieser Zeit wurde auch die Eckernförder Kutterregatta eingestellt.

Diskussion

Bernd Gradlowski, 2026/07/05 12:00

Die RENI bekam 1976 eine neue Maschine. Ein Mercedes Motor mit 150PS.

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