MARIE
| Allgemeines | |
|---|---|
| Name | MARIE |
| Fischereikennzeichen | ECKE 22 |
| Unterscheidungssignal | LRTC ab 1934: DDNI |
| Eigner | Franz Zett ab 1953: Franz Mahrt sen. später Franz Mahrt & Walter Mahrt |
| Typ | Kielquase, Fischkutter |
| Baujahr | 1918 |
| Bauwerft | Glasau-Werft |
| Baumaterial | Holz |
| Takelung | Einmaster mit Gaffelrigg |
| Status | Verbleib unbekannt |
| Technische Daten | |
| Länge | 1951/1952: 11,20 m ab 1953: 12,80 m |
| Vermessung | 8,1 BRT / 2,06 NRT |
| Maschine | zunächst 20 PS 1951/1952: GK-DW, 75 PS ab 1953: DM-DW, 75 PS |
| Besatzung | 2 Mann |
ECKE 22 MARIE
Frühe Jahre
Die MARIE wurde 1918 als Kielquase auf der Eckernförder Glasau-Werft gebaut. Es handelte sich um ein einmastiges Segelboot für die Schleppnetzfischerei, das später zum Fischkutter umgebaut wurde.
Im Handbuch ist die MARIE von 1928 bis 1939 unter Franz Zett aus Eckernförde verzeichnet. Das Unterscheidungssignal lautete zunächst LRTC, ab 1934 DDNI.
Die Vermessung betrug 8,1 BRT und 2,06 NRT. Als Besatzung werden zwei Mann genannt. Für den Motor ist zunächst nur eine Leistung von 20 PS überliefert.
Nachkriegszeit
Im Deutschen Seefischerei-Almanach und im Deutschen Fischerei-Almanach erscheint die MARIE 1951 und 1952 weiterhin unter Franz Zett. Die Länge wird nun mit 11,20 Metern angegeben, der Antrieb mit einem 75-PS-GK-DW-Motor.
1953 wurde Franz Mahrt sen. als Eigner geführt. Zugleich änderten sich die technischen Angaben: Die Länge wird nun mit 12,80 Metern angegeben, als Antrieb erscheint ein 75-PS-DM-DW-Motor.
Von 1954 bis 1956 war die MARIE stillgelegt. In dieser Zeit wurde stattdessen der KFK 356 SILBERMÖWE gekauft und für Schrott- und Steinfischerei eingesetzt. 1957 wurde dieser KFK nach Kiel verkauft.
Rückkehr in die Fischerei
Von 1957 bis 1965 war die MARIE wieder als ECKE 22 in der Fischerei verzeichnet. 1957 wurde außerdem das Windebyer Noor angepachtet.
Von 1960 bis 1965 werden die Söhne Franz Mahrt und Walter Mahrt als Eigner geführt. Walter Mahrt war damals Taucher auf dem KFK 356 SILBERMÖWE.
In der Mitgliederliste der Kieler Fischereigenossenschaft erscheinen Franz Mahrt unter der Nummer 823 und Walter Mahrt unter der Nummer 824.
Der weitere Verbleib der MARIE ist bislang nicht bekannt.
Weitere Fahrzeuge auf dem Hafenbild
Ralf Trümner:
Links bei der Werft liegt in der Ausrüstung einer der sechs Island-Neubauten. Davor befindet sich das alte Seebäderschiff SIEGFRIED.
Bei Rehbehn liegt ein Kutter mit naturhölzernen Laibungen am Ruderhaus. Dabei handelt es sich um ECKE 8, zuvor ECKE 181. Dieser Kutter gehörte zunächst dem Vater von Christian Mahrt sen. und später Christian Mahrt sen. selbst; anschließend kam er an Hein Vosgerau.
Ganz rechts ist ein Päckchen mit zwei Ruderhäusern zu erkennen: innen ECKE 40 NORDSTERN, außen ECKE 43 RENI.
Links liegt ein weiteres Zweierpäckchen: innen ECKE 11 KRONSORT, außen ECKE 5 ANNEMARIE.
Zwischen dem Kümo und der Schute liegt ein Kutter, der vermutlich nicht aus Eckernförde stammt. Möglicherweise handelt es sich um ein Fahrzeug aus Maasholm oder Kappeln, das öfter bei Rehbehn lag.
Auf der Ausschnittvergrößerung neben ECKE 22 MARIE liegt außen möglicherweise ein Gastlieger. Er scheint nicht aus Eckernförde zu stammen; Seitenlaternen und Fanggeschirr sind nicht zu erkennen, und das Fahrzeug wirkt stillgelegt.




Diskussion