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STADTRAT SUHR

STADTRAT SUHR

Allgemeines
Name STADTRAT SUHR
ab 1972: BUTTPEDDER
Fischereikennzeichen KM 119
1939: MEMEL 4
1951: HEI 6
1954: ECKE 31
1966: MAA 10
Unterscheidungssignal ab 1949: DJRC
Eigner Friedrich Suhr
Fritz Becker
Friedrich & Willy Becker
Paul Gloschewski
Gunter Kraack
Fritz Sterneck
Marion-Erna Schmidt
später Gerd Kersebaum
Typ Fischkutter
später Motoryacht
Baujahr 1926
Bauwerft Paul Lindenau, Memel / Klaipeda
Baumaterial Holz
Status 2015 noch in Travemünde nachgewiesen
Technische Daten
Länge ursprünglich: 14,40 / 13,31 m
ab 1976: 13,88 m
Breite 4,39 m
Tiefgang 2,19 m
Vermessung 21 BRT / 7 NRT
ab 1976: 25 BRT / 16 NRT
Maschine zunächst 30 PS
später DWK, 90 PS
ab 1976: 120 PS
Geschwindigkeit 8 kn
Besatzung 3 Mann

ECKE 31 STADTRAT SUHR

Herkunft

Die STADTRAT SUHR wurde 1926 auf der Werft Paul Lindenau in Memel / Klaipeda gebaut. Es handelte sich um einen hölzernen Fischkutter.

Der Kutter war ursprünglich mit 21 BRT und 7 NRT vermessen. Die Maße werden mit 14,40 / 13,31 × 4,39 × 2,19 m angegeben. Als Antrieb ist zunächst eine Maschine mit 30 PS genannt, später ein 90-PS-DWK-Motor. Die Geschwindigkeit betrug etwa 8 kn, die Besatzung bestand aus drei Mann.

1926 fuhr der Kutter als KM 119 STADTRAT SUHR unter Friedrich Suhr, Fischräucherei Memel. Später wird Fritz Becker aus Memel als Eigner genannt.

Stapellauf auf der Lindenau-Werft in Memel: Rechts ist der Bug der späteren ECKE 31 STADTRAT SUHR zu erkennen. Ralf Trümner identifizierte den Kutter am Stevenfall und an der relativ hohen Schanz mit sechs Plankengängen. Die ECKE 31 AUGUSTE hatte dagegen eine niedrigere Schanz. Bild: „Eckernförde und die Ostsee“, Uwe Beitz, Sutton-Verlag, 2004, Seite 91.

Memel-Einsatz und Nachkriegszeit

Im März 1939 wurde das Fahrzeug als MEMEL 4 STADTRAT SUHR geführt. Das frühere Kennzeichen KM steht für Klaipeda / Memel. Bei Gröner ist der Kutter offenbar nicht verzeichnet.

Am 7. Oktober 1944 wurde die STADTRAT SUHR im Rahmen des Kriegsmarine-Unternehmens „Memel-Einsatz“ herangezogen.

Die Daten zwischen 1944 und 1951 fehlen bislang.

1951 erscheint der Kutter als HEI 6 unter Friedrich & Willy Becker in Möltenort.

Eckernförder Zeit

1954 kam die STADTRAT SUHR nach Eckernförde und wurde als ECKE 31 unter Paul Gloschewski geführt.

1962 wurde der Kutter stillgelegt. Am 21. Mai 1963 kam er zur Versteigerung.

Eckernförder Hafen Ende der 1950er Jahre: Binnen liegt ECKE 31 STADTRAT SUHR, davor ECKE 23 GRÜSS GOTT.
Rechts ist der Bug von STADTRAT SUHR zu sehen. Ralf Trümner erkannte den Kutter am Stevenfall und an der relativ hohen Schanz mit sechs Plankengängen. ECKE 31 AUGUSTE hatte demgegenüber eine niedrigere Schanz. Bild: Uwe Beitz, Eckernförde und die Ostsee, Sutton Verlag, Erfurt 2004, S. 91.

MAA 10 und BUTTPEDDER

1966 wurde die ehemalige STADTRAT SUHR als MAA 10 unter Gunter Kraack in Hasselberg geführt.

1970 kam sie zu Fritz Sterneck nach Brake / Maasholm.

1972 erhielt das Schiff den Namen BUTTPEDDER. Eignerin war Marion-Erna Schmidt.

1976 wurden neue technische Daten verzeichnet: 25 BRT, 16 NRT, 13,88 × 4,39 m sowie eine Maschinenleistung von 120 PS.

1986 war die BUTTPEDDER noch in der Amtlichen Liste geführt. Zwischen 1986 und 1990 wurde sie an Gerd Kersebaum aus Hamburg verkauft.

Im April 1993 war das Schiff im Register verzeichnet. 2015 wurde die ehemalige STADTRAT SUHR noch als Motoryacht in Travemünde nachgewiesen.

BUTTPEDDER, ex ECKE 31 STADTRAT SUHR, ex MAA 10, als Motoryacht in Travemünde, 2015.

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kutter/ecke_31_stadtrat_suhr.txt · Zuletzt geändert: von martin