VORWÄRTS
| Allgemeines | |
|---|---|
| Name | vermutlich ab 1937: VORWÄRTS |
| Fischereikennzeichen | NKU 30 später ECKE 81 |
| Unterscheidungssignal | ab 1949: DJSS ab 1963: DKRW |
| Eigner | Max Dagott, Fritz Dagott & Otto Stolzke später Max Dagott & Fritz Dagott später Hans Dagott |
| Typ | Fischkutter |
| Baujahr | 1937 |
| Bauwerft | Schiffswerft Gebr. Gottfried Modersitzki, Tolkemit |
| Bauweise | geklinkert |
| Status | 1979/80 an Land gesetzt und abgewrackt |
| Technische Daten | |
| Länge | 13,38 m 1951: 13,00 m 1971: 13,50 m |
| Breite | 4,62 m 1938/39: 4,70 m |
| Tiefgang | 1,56 m |
| Vermessung | 12 BRT / 4 NRT 1957 / 1971: 40,9 cbm |
| Maschine | Benz, 60 PS 1940er Jahre: MWM, 90 PS 1951: MWM-DM, 100 PS 1971: MWM, 90 PS |
ECKE 81 VORWÄRTS
Herkunft
Die VORWÄRTS wurde 1937 auf der Schiffswerft Gebr. Gottfried Modersitzki in Tolkemit gebaut. Der Kutter war geklinkert. Möglicherweise trug das Fahrzeug bereits 1937 den Namen VORWÄRTS. Eine abschließende Klärung steht noch aus. Die ursprüngliche Vermessung betrug 12 BRT und 4 NRT. Die Maße werden mit 13,38 × 4,62 × 1,56 m angegeben. Als Antrieb diente zunächst ein 60-PS-Benz-Motor. In den 1940er Jahren wurde ein 90-PS-MWM-Motor eingebaut.
Neukuhren und Kriegseinsatz
Im Deutschen Fischerei-Almanach von 1938 und 1939 ist der Kutter als NKU 30 in Neukuhren, Provinz Ostpreußen, Oberfischmeisterbezirk Pillau, verzeichnet. Für diese Zeit werden Maße von 13,00 × 4,70 m und ein 60-PS-Benz-DM-Motor genannt. Eigner waren Max Dagott, Fritz Dagott und Otto Stolzke in Neukuhren. Am 28. August 1939 wurde der Kutter beim KMD Königsberg erfasst und als HS 70x bei der Hafenschutzflottille Memel geführt. Am 25. September 1939 wurde er nach Danzig-Neufahrwasser verlegt. Am 22. Oktober 1939 wurde das Schiff außer Dienst gestellt. Am 11. November 1939 erfolgte die Rückgabe in Memel. Am 18. April 1940 wurde der Kutter erneut beim KMD Königsberg für die Kriegsmarine herangezogen, diesmal im Zusammenhang mit der Weserübung. Am 7. September 1940 erscheint das Schiff vermutlich als HA 09 bei einer Hafenschutzflottille. Ebenfalls am 7. September 1940 ist es in Cuxhaven als M 3128 verzeichnet. Am 30. November 1940 wurde der Kutter als M 3126 bei der Hafenschutzflottille Helsingör, B-Minensuchgruppe, geführt. Vom 31. März 1941 bis 23. Dezember 1942 erscheint er als DPk 54 bei der Hafenschutzflottille Pommernküste / Rügen. Ab 1. Oktober 1943 wurde er als Vs 267 bei Insel Rügen geführt. Im Juni 1944 gehörte Vs 267 zur 10. Sicherungs-Division. Am 15. März 1945 lag der Kutter als Vs 267 in Eckernförde. Zum Kriegsschicksal besteht noch keine endgültige Klarheit: Am 24. März 1945 soll Vs 267 vor der pommerschen Küste um 00:35 Uhr von sowjetischen Flugzeugen angegriffen und nach Bombentreffer versenkt worden sein. Nach anderer Quelle wurde das Schiff südwestlich von Bornholm von Flugzeugraketen getroffen. Da der Kutter nach dem Krieg als ECKE 81 weitergeführt wurde, ist die genaue Zuordnung dieses gemeldeten Verlustes beziehungsweise Schadens noch zu prüfen.
Eckernförder Zeit
In den 1940er Jahren erscheint der Kutter als ECKE 81 unter Max Dagott und Fritz Dagott in Eckernförde. Als Adressen sind überliefert:
- Max Dagott, Eckernförde, Kattsund 34
- Fritz Dagott, Eckernförde, Nyfeld 10
In der Mitgliederliste der Kieler Fischereigenossenschaft von 1970 erscheinen Max Dagott unter Nr. 831 und Fritz Dagott unter Nr. 830. Im Deutschen Seefischerei-Almanach von 1951 ist ECKE 81 unter Max Dagott verzeichnet. Die Länge wird mit 13,00 m angegeben, als Antrieb ein 100-PS-MWM-DM-Motor. 1957 wurde das Unterscheidungssignal entzogen, da die Vermessung unter 17,65 BRT beziehungsweise 50 cbm lag. Der Kutter blieb bis 1971 im Deutschen Fischerei-Almanach verzeichnet. 1963 erscheint der Name VORWÄRTS mit dem Unterscheidungssignal DKRW. Im DFA von 1971 ist ECKE 81 unter Max Dagott und Fritz Dagott verzeichnet. Die Vermessung betrug 40,9 cbm, die Länge 13,50 m. Als Antrieb wird ein 90-PS-MWM-Motor genannt. 1972 wurde das Register gelöscht. Im selben Jahr wurde der Kutter nach Flensburg verlegt. 1979/80 wurde die VORWÄRTS an Land gesetzt und abgewrackt. In der Rufzeichenliste beziehungsweise Amtlichen Liste von August 1990 war der Kutter nicht mehr vorhanden. Nach Heiko Horstmann gab es für Hans Dagott von 1973 bis 1983 einen US-Neueintrag. Von 1984 bis 1986 war dieser Eintrag noch in der Rufzeichenliste vorhanden. In der Rufzeichen- und Amtlichen Liste von August 1990 war er nicht mehr verzeichnet.
Bildauswertung nach Ralf Trümner
Zu einem Hafenbild wurde Ralf Trümner um eine Kutter-Diagnose gebeten. Er hielt die Identifikation für gesichert. Das Bilddatum muss spätestens Sommer 1963 sein, da der große schwarze Kutter links im Bild noch das Fischereikennzeichen SR 1 trägt. Es handelt sich um ELISABETH, die erst im November 1963 zu ECKE 17 wurde.








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