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SUNFLOWER

SUNFLOWER

Allgemeines
Name TUNGENES
ab 1974: AKRABORG
ab 09.1984: SUNFLOWER
ab 09.1989: BETANCURIA
ab 1995: CIUDAD DE MELILLA
ab 1996: ELISA B.
IMO 6603763
Unterscheidungssignal LFLB
ab 09.1984: HO3452
ab 09.1989: EHRS
ab 1995: HQDSF
Flagge / Heimathafen Norwegen / Stavanger
später Island / Akranes
ab 09.1984: Panama / Panama City
ab 09.1989: Panama
Reederei / Eigner Stavangerske Dampskipsselskap, Kristiansand
Skallagrimus H/F, Borgarnes
Sunshine-Shipping Line Schifffahrtsgesellschaft GmbH, Eckernförde
Ferry Gomera SA / Lineas Fred Olsen
Juwel Line Marine, Panama
Typ Ro-Ro-Fähre
später Butterschiff
später Inselfähre
Baujahr 1966
Bauwerft Storviks Mekaniske Verksted, Kristiansand
Baunummer 25
Fahrtgebiet / Einsatz Eckernförde Eckernförde – Sønderborg
„Große Butterfahrt“
Status 03.05.1998 vor der Westküste Marokkos auf dem Weg zum Abbruch gesunken
Technische Daten
Maße 56,90 × 10,50 × 3,30 m
Vermessung 1134 GT
Maschine 2 × Bergen-Normo-8-Zylinder-Dieselmotor, je 1040 PS
Antrieb 2 Schrauben
Bugstrahler
Zulassung / Kapazität 600 Gäste
50 Pkw auf zwei Decks

SUNFLOWER

Die SUNFLOWER war ein unter Panama-Flagge fahrendes Butterschiff der Sunshine-Shipping Line Schifffahrtsgesellschaft mbH in Eckernförde.

Die Reederei wurde 1982 in Eckernförde gegründet. Die SUNFLOWER lief von September 1984 bis September 1988 von Eckernförde aus auf der Route Eckernförde – Sønderborg. Diese Fahrt wurde als „Große Butterfahrt“ bezeichnet.

Am Heck führte das Schiff den Heimathafen Panama City.

Bau als TUNGENES

Das Schiff wurde 1966 als Ro-Ro-Fähre bei Storviks Mekaniske Verksted in Kristiansand gebaut. Die Baunummer lautete 25.

Die IMO-Nummer war 6603763. Das Unterscheidungssignal lautete ursprünglich LFLB.

Die Maße betrugen 56,90 × 10,50 × 3,30 m. Die Vermessung lag bei 1134 GT.

Als Antrieb dienten zwei Bergen-Normo-8-Zylinder-Dieselmotoren mit jeweils 1040 PS. Die Maschinen wirkten auf zwei Schrauben. Außerdem besaß das Schiff einen Bugstrahler.

Die Fähre war für 600 Gäste zugelassen und konnte 50 Pkw auf zwei Decks befördern.

Ab April 1966 fuhr das Schiff als TUNGENES mit Heimathafen Stavanger für Stavangerske Dampskipsselskap. Eingesetzt wurde es zwischen Stavanger, Føresvik, Kopervik und Haugesund.

AKRABORG in Island

1974 erhielt das Schiff den Namen AKRABORG. Heimathafen wurde Akranes auf Island.

Eigner war Skallagrimus H/F in Borgarnes, Island. Die Fähre wurde zwischen Reykjavík und Akranes eingesetzt.

Umbau zur SUNFLOWER

1984 wurde die Fähre an die Sunshine-Shipping Line Schifffahrtsgesellschaft GmbH in Eckernförde verkauft.

Vor ihrem Einsatz in Eckernförde wurde das Schiff auf der Husumer Schiffswerft in Husum grundlegend modernisiert und zum Butterschiff SUNFLOWER umgebaut. Dabei wurde die Bugklappe verschweißt und ein SB-Duty-Free-Shop eingebaut.

Ab September 1984 lief das Schiff als SUNFLOWER unter Panama-Flagge. Heimathafen war Panama City. Das neue Unterscheidungssignal lautete HO3452.

Reederreiflagge der Sunshine Shipping Line GmbH.

Butterschiff ab Eckernförde

Von September 1984 bis September 1988 wurde die SUNFLOWER von Eckernförde aus als Butterschiff eingesetzt.

Die Route führte von Eckernförde nach Sønderborg. Diese Fahrten gehörten zur sogenannten Großen Butterfahrt.

Bis Juli 1989 lag die SUNFLOWER anschließend im Eckernförder Außenhafen auf.

Die SUNFLOWER als Butterschiff der Sunshine-Shipping Line in Eckernförde.

BETANCURIA und spätere Namen

Ab September 1989 fuhr das Schiff als BETANCURIA mit Heimathafen Panama. Das Unterscheidungssignal lautete EHRS.

Eigner beziehungsweise Betreiber war Ferry Gomera SA, Lineas Fred Olsen. Das Schiff wurde nun als Inselfähre zwischen Los Cristianos auf Teneriffa und San Sebastián auf La Gomera eingesetzt.

Die SUNFLOWER als BETANCURIA nach ihrer Eckernförder Zeit.

1995 erhielt das Schiff den Namen CIUDAD DE MELILLA. Heimathafen blieb Panama. Das Unterscheidungssignal lautete HQDSF.

1996 wurde die Fähre in ELISA B. umbenannt. Sie fuhr als Ro-Ro-Fähre zwischen Melilla und Málaga in Spanien für Juwel Line Marine aus Panama.

Brand und Untergang

Am 6. Februar 1996 brach an Bord der ELISA B. ein Feuer aus. Die Fähre wurde manövrierunfähig nach Las Palmas geschleppt und dort aufgelegt.

Im April 1998 wurde das Schiff zum Abwracken nach Cádiz in Spanien verkauft.

Auf dem Weg dorthin sank die Fähre am 3. Mai 1998 an der Schleppleine vor der Westküste Marokkos auf Position 33°42′ N, 07°58′ W.

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