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KEHRWIEDER

KEHRWIEDER

Allgemeines
Name KEHRWIEDER
Fischereikennzeichen PIL 7
ab 1932: PIL 4
ab 1946: ECKE 80
Unterscheidungssignal 1928: HDNL
ab 01.01.1934: DACE
ab 01.08.1949: DJTY
Eigner Otto Hömke, Gustav Termer I & Gustav Termer II
Wwe. Frau Hömke, Gustav Termer I & Gustav Termer II
ab 1946: Gustav Termer II, Fritz Termer & Günter Hömke
Typ Fischkutter
Baujahr 1928
Bauwerft Schiffswerft Gebr. Gottfried Modersitzki, Tolkemit
Bauweise geklinkert
Status 1962 zum Abbruch verkauft
Technische Daten
Länge 12,10 m
nach 1945: 13,95 m
Registerlänge nach 1945: 12,13 m
Breite 4,50 m
nach 1945: 4,80 m
Tiefgang 1,62 m
Vermessung ursprünglich: 10,9 BRT / 3,3 NRT
nach 1945: 16,0 BRT / 5,0 NRT
Maschine 1928: Deutz, 25 PS
1937: Deutz, 90 PS
1954: DM-Deutz, 105 PS
Antrieb 1 Schraube
Geschwindigkeit 8,0 kn
Besatzung 2–4 Mann

ECKE 80 KEHRWIEDER

Herkunft

Die KEHRWIEDER wurde 1928 auf der Schiffswerft Gebr. Gottfried Modersitzki in Tolkemit gebaut. Der Kutter war geklinkert.

Ursprünglich war das Schiff mit 10,9 BRT und 3,3 NRT vermessen. Die Maße betrugen 12,10 × 4,50 × 1,62 m.

Als Antrieb diente zunächst ein 25-PS-Deutz-Motor auf eine Schraube. 1937 wurde ein 90-PS-Deutz-Motor eingebaut. Die Geschwindigkeit betrug etwa 8 kn, die Besatzung zwei bis vier Mann.

Das Unterscheidungssignal lautete 1928 HDNL, ab 1. Januar 1934 DACE.

1928 wurde der Kutter als PIL 7 KEHRWIEDER unter Otto Hömke, Gustav Termer I und Gustav Termer II in Pillau II geführt.

1932 erhielt das Schiff das Fischereikennzeichen PIL 4. Eigner waren weiterhin Otto Hömke, Gustav Termer I und Gustav Termer II.

1937 erscheinen Wwe. Frau Hömke, Gustav Termer I und Gustav Termer II als Eigner.

Kriegseinsatz

Am 25. Mai 1940 wurde die KEHRWIEDER beim KMD Danzig erfasst und im Rahmen der Weserübung bis zum 10. Juni 1940 für den Norwegen-Nachschubtransport eingesetzt.

Ab 1. September 1940 wurde sie als JA 04 bei der Hafenschutzflottille Apenrade-Hals geführt.

Am 7. September 1940 befand sich das Schiff in Cuxhaven als HA 4 bei der Hafenschutzflottille Korsör, II. Gruppe.

Am 30. November 1940 erhielt die KEHRWIEDER die Kennung M 3123 und führte gleichzeitig die Kennung DH 4.

Am 11. November 1942 lag sie in der Werft von Libau und wurde außer Dienst gestellt.

Am 27. Januar 1943 wurde sie als DPk 46 bei der Hafenschutzflottille Deutschland-Pommernküste geführt.

Ab 1. Oktober 1943 erscheint sie als Vs 256 bei der 2. Sicherungsflottille, die aus DPk-Rügen hervorgegangen war.

Im Juni 1944 gehörte Vs 256 zur 2. Sicherungsflottille innerhalb der 10. Sicherungs-Division.

Bei Kriegsende am 9. Mai 1945 lag das Schiff in Eckernförde.

Am 1. Oktober 1945 wurde die KEHRWIEDER zurückgegeben.

Eckernförder Zeit

1946 wurde die KEHRWIEDER als ECKE 80 unter Gustav Termer II, Fritz Termer und Günter Hömke in Eckernförde geführt.

Nach 1945 erfolgte eine Neuvermessung mit 16 BRT und 5 NRT. Die Maße betrugen nun 13,95 / 12,13 × 4,80 × 1,62 m.

Ab 1. August 1949 lautete das Unterscheidungssignal DJTY.

1954 erhielt die KEHRWIEDER einen 105-PS-DM-Deutz-Motor.

1956 war das Schiff noch in Eckernförde vorhanden. Im selben Jahr wurde das Unterscheidungssignal entzogen.

1962 wurde die KEHRWIEDER zum Abbruch verkauft.

Mitglieder der Kieler Fischereigenossenschaft

In der Mitgliederliste der Kieler Fischereigenossenschaft GmbH, Kiel-Fischereihafen, sind die beteiligten Eckernförder Eigner wie folgt geführt:

  • Günther Hömke, Eckernförde, Cäcilienstraße, Nr. 826
  • Gustav Termer, Eckernförde, Kieler Straße, Nr. 825
  • Fritz Termer, Eckernförde, Nyfeld 7, Nr. 832

Quellen- und Zuordnungshinweise

Als Quellen werden die Handbücher 1929 bis 1939 und 1952 bis 1963 genannt.

Im Deutschen Fischerei-Almanach von 1929 bis 1939 erscheint unter ECKE 80 ein „Boot“ von Karl Sprink. Dieser Eintrag steht offenbar in keinem Zusammenhang mit der hier behandelten KEHRWIEDER.

Im Deutschen Seefischerei-Almanach von 1951 ist ECKE 80 mit 12 m Länge unter Gustav Termer verzeichnet. Im Deutschen Fischerei-Almanach von 1951 erscheint ebenfalls Gustav Termer mit 12 m. Ab 1953 ist KEHRWIEDER unter Termer / Hömke geführt.

Die Angabe „Gustav Werner“ im DSFA 1951 ist nach den vorliegenden Unterlagen als Fehler zu werten; gemeint ist Gustav Termer.

Außenlieger: KEHRWIEDER neben ECKE 81 VORWÄRTS. „Termer / Hömke und die Dagotts waren als Ostpreußen im Gespann lange unzertrennlich.“
ECKE 80 KEHRWIEDER bei Regattavorbereitungen 1958.
Innen am Kai liegt ECKE 80 KEHRWIEDER mit dem Bug zur See, daneben ECKE 81 VORWÄRTS mit dem Bug nach binnen. Dieses „Verkehrt-Liegen“ deutet auf eine Netzhavarie hin; sonst machte man das nicht. Der Bug musste seewärts gerichtet sein.

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kutter/ecke_80_kehrwieder.txt · Zuletzt geändert: von martin