SVEN
| Allgemeines | |
|---|---|
| Name | SVEN |
| Fischereikennzeichen | ECKE 10 |
| Unterscheidungssignal | keines |
| Eigner | Siegfried Dröse |
| Typ | GFK-Kombikutter |
| Baujahr | 1978 |
| Bauwerft | Fåborg Værft A/S, Faaborg (Dänemark) |
| EU Fleet Register | CFR-Code 20006020 |
| Status | 1987 als MILAN unter ECKE 9 weitergeführt |
| Technische Daten | |
|---|---|
| Länge | 9,60 m |
| Breite | 3,40 m |
| Tiefgang | 1,30 m |
| Maschine | Mercedes-Benz, 135 PS |
| Bauweise | GFK |
| Aufbau | Steuerhaus vorn, Back gedeckt |
ECKE 10 SVEN
Geschichte
Die SVEN wurde 1978 auf der Fåborg Værft A/S im dänischen Faaborg als GFK-Kombikutter gebaut. Eigner war Siegfried Dröse aus Neudorf, Mitglied der Kieler Fischerei-Genossenschaft (Mitgliedsnummer 877).
Der Kutter wurde sowohl in der Schleppnetz- als auch in der Stellnetzfischerei eingesetzt. Nach den Erinnerungen von Bernd Gradlowski fuhr die SVEN regelmäßig auf Fangreisen vor Damp und bis nach Bagenkop. In guten Jahren wurden dabei bis zu 400 Dorsch-Stellnetze mit einer Gesamtlänge von rund 28 Kilometern ausgebracht.
Von 1980 bis 1981 betrieb Siegfried Dröse gemeinsam mit Claus Lutz Gespannfischerei.
Kuttertausch 1987
Im April 1987 tauschten Siegfried Dröse und Jens-Peter Mahrt ihre Fischkutter.
Siegfried Dröse übernahm die ECKE 9 KARL KRÖGER, die anschließend als SR 1 MARTINA I weiterfuhr.
Die SVEN ging an Jens-Peter Mahrt, erhielt das Fischereikennzeichen ECKE 9 und wurde in MILAN umbenannt.
Bereits 1988 oder 1989 kehrte die MILAN nach Faaborg zurück. Nach Angaben von Bernd Gradlowski soll das Schiff anschließend nach Grönland verkauft worden sein.
1990 erhielt Jens-Peter Mahrt den Neubau MILAN II, der wiederum unter dem Fischereikennzeichen ECKE 9 in Dienst gestellt wurde.
Räucherofen an Bord
Zwischen 1982 und 1985 betrieb Siegfried Dröse auf der SVEN einen Räucherofen an Bord. Nachdem am Nachmittag die Stellnetze ausgebracht worden waren, lief der Kutter zunächst wieder den Hafen an. Gegen 2:30 Uhr nachts wurden die Netze eingeholt.
Auf der Rückfahrt wurde – abhängig von Wetter und Seegang – der Fang direkt an Bord geräuchert. Dafür musste der Fisch zunächst gut abtrocknen, bevor der mit Holz befeuerte Räucherofen in Betrieb genommen wurde. So konnte der frisch geräucherte Fisch unmittelbar nach dem Einlaufen in Eckernförde verkauft werden.
Obwohl sich konkurrierende Betriebe über diese Vermarktungsform beschwerten, bestätigten die zuständigen Behörden, die Berufsgenossenschaft und das Gesundheitsamt, dass der Betrieb ordnungsgemäß erfolgte.






Diskussion
Moin. Fischermeister Siegfried Dröse betrieb neben der Fischerei mit der ECKE 10 SVEN von 1978 bis 1982 als Pächter noch die Lachsforellenzucht am Kieler Ostuferhafen. Sein Partner war damals Bernhard Mey aus Heikendorf. Am Fuße des Kieler Kohlekraftwerks, auf ein 600 Quadratmeter großen Gelände. Die Fischzuchtanlage wurde 1982 eingestellt.